Sparkasse Menden bittet Hemer um Hilfe
29.05.2009 | 20:00 Uhr 2009-05-29T20:00:00+0200Hemer. Die Stadtsparkasse Hemer übt sich in Nachbarschaftshilfe und zeigt sich gesprächsbereit, wenn die Sparkasse Menden in Notlage um Hilfe bittet. 1. Schritt: Die Hemeraner erarbeiten in Menden eine Situationsanalyse.
Mendens Bürgermeister Rudi Düppe hat am Freitagmittag seinen Amtskollegen Michael Esken im Rathaus am Hademareplatz besucht. Die beiden Herren werden nicht nur über die Pfingstkirmes in der Hönnestadt gesprochen haben, sondern eher über die bekannte Not- und Schieflage der kranken Stadtsparkasse Menden.
Fakt ist, dass eine Anfrage, ein Hilfsersuchen aus Menden bei der gesunden Sparkasse Hemer vorliegt. Jetzt müsse analysiert werden, erklärt Esken als Vorsitzender des Aufsichtsrates auf Anfrage: Bevor etwas versprochen werden könne, müsse Menden seinen „toxischen Schrank” öffnen: „Ich glaube, dass nur die Spitze des Eisberges bekannt ist”, sagt er: „Ich unterstelle, dass Manager nur das zugeben, was sie zugeben müssen.”
Als Nachbar dürfe man die Tür nicht zuschlagen, sagt Hemers BM, spricht lieber von einer gewissen Verantwortung: „Wenn in Menden alles geregelt ist, kann man über eine Zusammenarbeit nachdenken.” Der Verwaltungsrat der Stadtsparkasse Hemer habe aber bereits deutlich erklärt, dass vom Eigenkapital nichts zur Verfügung gestellt werde.
Im Rathaus am Hademareplatz sei man in dieser Zeit schwer beschäftigt mit der Planung und Durchführung der Landesgartenschau 2010, setzt Esken seinen Gedankengang fort: „Ich gehe davon aus, in der Region werden sich die Sparkassen irgendwann neu organisieren müssen.”
In seiner Sitzung am 30. Juni wird Hemers Rat beschließen, dass die Stadtsparkasse nun seit vielen Jahren wieder einen Teil ihres Jahresgewinns in den städtischen Haushalt einfließen lassen muss.
Als Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Hemer stellt Dietmar Tacke unserer Redaktion folgende Pressemitteilung zur Verfügung: „Eine Anfrage der Sparkasse Menden liegt seit einigen Tagen vor. Die Stadtsparkasse Hemer hat sich im Sinne eines nachbarschaftlichen Miteinanders gesprächsbereit gezeigt. Entsprechend ist der Vorstand vom Verwaltungsrat der Stadtsparkasse Hemer beauftragt worden, gemeinsam mit einer Unternehmensberatung eine Situationsanalyse der Sparkasse Menden zu erstellen und daraus mögliche Handlungsoptionen bis Mitte Juni 2009 abzuleiten.”
16:40
@schauhin
ich fürchte, dem Volk ist es piepegal, was die LGS kostet - die Stadt wird mit 14-20 Mio dabei sein, wird ihre Handlungsfähigkeit dadurch in zulunft sehr eingeschränkt sehen, aber wen kümmert es .Auch ich freue mich auf eine Gartenschau. Der Zusammenhang mit dem Artikel ist schon stimmig. Denn aufgrund der künftigen fin. Situation (die ja scon begonnen hat), wird Hemer es sich nicht leisten wollen evtl. Spk.Zahlungen zu gefährden...
20:24
Irgendwie komisch. Da gerät ein Geldinstitut in eine (finanzielle?) Notlage und das Mangement dackelt über die Dörfer. Wofür gibt es denn die tollen Schutzschirme, die man für solche Unternehmungen aufgespannt hat? Warum greift hier nicht die Bafin ? Wer bezahlt die in Auftrag zu gebende Situationsanalyse ?
Verehrter Herr Eskens, denken sie bitte daran, daß bei Geld die Freundschaft aufhört und die Nadelstreifenträger uneinsichtig weitermachen, wenn nur etwas Land in Sicht ist.
16:01
Liberaler_Gerd ist nicht bei der Stadt beschäftigt, sondern verdient den Familienunterhalt als derzeitiger Kurzarbeiter bei einem Drahtunternehmen. Muss man sich hier eigentlich alles gefallen lassen?
13:06
hat pro gesamtschule die aktuellen Kosten
der LGS mit den veranschlagten Kosten lt.
Machbarkeitsstudie aus 2007 verglichen?
ich vermisse im Kommentar von pro Gesamtschule
das übliche Lob für BM Esken! was ist da los?
19:37
Liberaler_Gerd ist bei der Stadt Hemer Beschäftigt *lol*
16:09
Die LAGA-Kosten sind bekannt, werden bei den Führungen über das Gelände immer wiederholt! Wenn schauhin keine Auskünfte bekommt, liegt es bestimmt daran, dass er nicht richtig zuhört und sich nicht richtig informiert. Aber die LAGA-Kosten haben nun wirklich nichts mit dem Artikel oben zu tun. Ich finde es viel bemerkenswerter, dass Menden jetzt den Gang nach Canossa antreten muss und in Hemer um Hilfe nachsucht. Ein Zeichen dafür, dass Hemer richtig aufgestellt ist mit unserem Bürgermeister.
13:38
Klar, liberaler gerd, als ghostwriter musst du die meinung vertreten. Ich habe mein statement allerdings auf den Begriff des Zugebens bezogen. Ich frage doch gar nicht nach dem Wollen der LAGA, sondern einzig und allein nach den Kosten, die den Bürger belasten. Auch ein Hallenbad, eine Musikschule und vernünftige Straßen haben eine nachhaltige Wirkung und da erfährt man die Kosten doch auch. Weshalb werden die LAGA-Kosten nicht genannt. Muss doch im Rahme des Managements einfach sein. Ich habe nichts gegen die LAGA, werde sie auch sicher öfter besuchen mit meiner Dauerkarte, aber man sollte auch mit dem Bürger bei Anfragen ehrlich umgehen.
09:15
Die LAGA hat ja wohl nichts mit der Sparkasse Menden zu tun! Einfach peinlich, wie hier wieder unterschiedlichste Sachverhalte vermengt werden sollen von schauhin, dem Ober-Lehrer. Die LAGA ist von allen Parteien und den Bürgerinnen und Bürgern in Hemer gewollt. Ich bin sicher, die wird super gemanagt und wird im Vergleich von Sparkassenschulden, die weg sind, uns in Hemer eine nachhaltige für jeden sichtbare Verbeserung bringen. Bis jetzt hat unser BM einen tollen Job gemacht und das wird auch hoffentlich so bleiben.
06:48
„Ich unterstelle, dass Manager nur das zugeben, was sie zugeben müssen.”
Ein markanter Satz des Bürgermeisters, der ja auch auf ihn zutrifft. Er managt die Verwaltung, letztlich das Geschick der Stadt Hemer. Vielleicht sollte er langsam mal öffentlich machen, in welcher Höhe eine Belastung auf die Bürger durch die Landesgartenschau zukommt. Das ist keine Miesmache, sondern einfach notwendig um zu wissen, ob man sich wirklich auf das Ereignis freuen kann oder nach dem Motto Nach der LAGA werden wir wieder wach weitermacht.