Sommerkonzert wurde nicht nur seinem Namen gerecht

Sommerkonzert im  Woeste-Gymnasium
Sommerkonzert im Woeste-Gymnasium
Foto: IKZ

Hemer..  Wochenlang hatte man in Hemer vergeblich auf das Eintreffen warmer Temperaturen gewartet. Aber passend zum Sommerkonzert des Woeste-Gymnasiums am vergangenen Freitag war der Sommer endlich da. Die überraschende Hitze hatte die Aula des Gymnasiums über den Tag in eine Sauna verwandelt, und auch das Öffnen aller Fenster schien keine Besserung zu bringen. Keine optimalen Konzertbedingungen, aber dennoch strömten die Zuschauer in den Konzertsaal.

Intensive Proben über einen langen Zeitraum

„Seit über zwei Wochen sind wir nun ausverkauft.“, berichtete Musiklehrerin Diana Karow-Hanschke stolz. „Nach dem Weihnachtskonzert haben wir direkt mit den Proben begonnen. Es braucht einfach Zeit, bis wir in der Lage sind, ein neues Konzert zu spielen. Schließlich haben wir wegen G8 nur eine Stunde pro Woche Zeit, mit dem Orchester zu üben.“ Die anderthalb Stunden, die sich die Big Band JazzamWo wöchentlich trifft, erscheinen da schon fast wie Luxus.

Das Musiklehrer-Trio, bestehend aus Andreas Hagenhoff, Diana Karow-Hanschke und Jörg Segtrop hatte versucht, ein möglichst buntes Programm mit den etwa 200 Musikern einzustudieren. Den Anfang macht die Musikklasse der Stufe 5, die mit dem Lied der Freude von Ludwig van Beethoven das Konzert eröffnete. Nach einer anschließenden Begrüßung durch Schulleiter Ulrich Vielhauer, der mit sehr viel Witz die Besucher empfing, bekamen nach und nach die verschiedenen musikalischen Gruppen des Gymnasiums die Möglichkeit, sich zu präsentieren.

Die Musikklasse der Stufe 6 brillierte besonders mit dem „Kult“-Stück der Oberschule aus „Fluch der Karibik“, welches Jörg Segtrop eigens komponiert hatte.

Einen besonderen Moment erlebten auch einige Schülerinnen und Schüler aus der 6. und 7. Klasse, die mit dem Vororchester und der Titelmusik von Harry Potter ihre Premiere feierten.

Die Chance, später im Orchester zu spielen

„Nachdem die Musikklasse nach dem 6. Schuljahr beendet ist, möchten wir den Kindern die Möglichkeit geben, an das Spielen in einem echten Orchester herangeführt zu werden“, so Jörg Segtrop. „Wenn sie das können, haben sie gute Chancen auch in unserem eigentlichen Orchester mitspielen zu können!“

Dieses bildete dann auch den ersten musikalischen Höhepunkt des Abends. Mit drei Stücken, gespielt auf zwölf verschiedenen Instrumenten, begeisterte das Woeste-Orchester, in dem auch noch Ehemalige beteiligt sind. An so einem Konzertabend ist es für Jörg Segtrop besonders wichtig zu betonen, dass man gerade Kindern auch klassische Musik nahe bringen muss, um die ganze Fülle zu verstehen, lieben und schätzen zu lernen.

Nach einer kurzen Pause, die die Konzertbesucher dazu nutzten, um sich mit Getränken abzukühlen, trat der Vokalkurs der Stufe 11 unter Leitung von Andreas Hagenhoff auf und riss das Publikum mit seinen mehrstimmigen Interpretationen aus „Sisteract“ oder „Sweet Home Alabama“ mit. Die Jazzband der Schule „JazzamWo“ lies den Abend beschwingt ausklingen.