"Sojus"-Kapsel aus "Sternenstädtchen" für die Landesgartenschau 2010
02.07.2009 | 17:00 Uhr 2009-07-02T17:00:00+0200Hemer. Zum "Tag der Architektur" hat es sehr interessante Führungen durch die Gtoßbaustelle für die Landesgartenschau 2010 in Hemer gegeben.
Die Berliner Landschaftsplaner Christof Geskes und Kristina Hack hatten zum „Tag der Architektur” Führungen durch „ihre” Landesgartenschau in Hemer angeboten, was die LGS GmbH auch öffentlich angekündigt hatte - aber leider für den falschen Tag am vergangenen Samstag. Richtig wäre der Sonntag gewesen, aber Geskes und Hack hatten schon für ihr eigenes Publikum reichlich vorgesorgt.
Das Duo persönlich zeigte eine anständige Kondition, boten sie doch gleich drei Rundgänge von jeweils zwei Stunden an, wobei auch die knapp 350 bereits fertiggestellten Stufen der „Himmelsleiter” zu erklimmen waren.
Ausführlich erläuterten Christof Geskes und Kristina Hack ihre Arbeitsschwerpunkte für die Landesgartenschau 2010. Das war kein leichtes Unterfangen, wenn man an die Vergangenheit des Geländes als Bundeswehrkaserne denkt mit den sechs großen Gebäudeblöcken. Da mussten die Landschaftsarchitekten die Achsen betonen oder unterbrechen. Außerdem war ein Höheunterschied von gut 65 m zu meistern.
Stolz präsentierte das Team, wie weit die Umbauten von der reinen Planung seit August 2008 bis heute in die Realität umgesetzt worden sind. „Wir haben viele regionale Bezüge in unsere Arbeit aufgenommen”, betonte Christof Geskes ausdrücklich: „So den Einbau von Anröchter Sandstein, den kannte ich so noch gar nicht.”
Ein anderes Gestaltungselement ist Cortenstahl, eine besonders witterungsbeständige Legierung. Cortenstahl wird beim Ausbau der Aussichtsplattformen entlang der Himmelsleiter eingesetzt und soll einen Querverweis auf das Felsenmeer geben, wo nachweislich die Verhüttung von Eisenerz vor über tausend Jahre ihre Wiege hatte.
Nach dem „Bergfest” auf dem Jüberg, wo es Erläuterungen zum 23 Meter hohen Jübergturm gab, galt es, die Skateranlage und den Irrgarten zu bewundern. Kristina Hack wies darauf hin, dass hier nicht irgendein Wegenetz in die Landschaft gelegt wurde. Das Büro Geskes und Hack hatte sich ausführlich mit "Irrgarten-Forschern" abgestimmt, bevor der „Prinzhorn-Irrgarten” des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe für die Landesgartenschau zu Papier gebracht wurde.
An dieser Stelle meldete sich LGS-Geschäftsführer Peter Friedrich zu Wort: Er sei bisher schon vier Mal im Hemeraner Irrgarten gewesen, „bin aber nie bis zur Mitte gekommen”. Bei seinem nächsten Versuch wolle er deshalb einen Plan mitnehmen. (Diese Möglichkeit haben Landesgartenschaubesucher im nächsten Jahr nicht.)
Auf den „Garten der Sinne” muss man gespannt sein: „Dazu sage ich heute nichts,”, sagte Kristina Hack, „weil es hier noch einige Überraschungen geben soll.”
Im „Städtemosaik” häufen sich andere Überraschungen. Dort werkeln „Hemeraner Stadtteile” und die Partnerstädte. Einmalig für eine Landesgartenschau dürften auch die Beiträge sein, für die sich zahlreiche Nachbarstädte gemeldet haben. In der LGS Hemer 2010 präsentiert sich Südwestfalen als starke Region mit Präsentationen aus der Soester Börde, aus dem Sauerland und Siegerland.
Kosmische Nachrichten gab es aus der Partnerstadt Schelkowo, wo sich bekanntlich das russische Kosmonauten-Ausbildungszentrum „Sternenstädtchen” befindet: „Die wollen tatsächlich eine ,Sojus'-Raumkapsel aufstellen”, wusste Peter Friedrich.
12:16
ZITAT:
An dieser Stelle meldete sich LGS-Geschäftsführer Peter Friedrich zu Wort: Er sei bisher schon vier Mal im Hemeraner Irrgarten gewesen, „bin aber nie bis zur Mitte gekommen”.
Ich hoffe, dass der Friedrich das als Scherz meinte, denn sonst scheint er nicht gerade einen hohen IQ zu haben.
Das einzigste was das erreichen der Mitte/Plattform verhindert sind 2 derzeit abgeschlossnes Türen.
08:09
empfehle mal einen Blick in die
Öffentliche Ausschreibung für Landesgartenschauen
in Nordrhein-Westfalen in den Jahren 2008 bis 2017
Runderlass d. Ministeriums für Umwelt und Naturschutz Landwirtschaft und Verbraucherschutz -II 5 2303 2.7 -
vom 26.1.2006