Sind Waldbrände vorsätzlich gelegt worden?

Hemer..  Zwei Waldbrände haben am Montagabend die Feuerwehr auf Trab gehalten. Zunächst war kurz vor 18 Uhr ein kleinerer Brand in der Nähe des Pfadfinder-Steinbruchs an der Schulstraße gemeldet worden. Die Feuerwehrleute hatten in diesem Fall von der hauptamtlichen Wache keinen langen Anreiseweg und auch keine Probleme, die Flammen schnell zu löschen. Ein knappe halbe Stunde später ging der nächste Notruf ein: Im Wald oberhalb des Waldfriedhofes Richtung Frönsberg stieg Rauch in den Himmel. Wegen der unklaren Lage wurden auch die Löschzüge Mitte und Nord der Freiwilligen Feuerwehr alarmiert.

Das erste Problem war, den Brand in dem unwegsamen und weitläufigen Gebiet zu finden, das zweite die Wasserversorgung. Da es unmöglich war, über die weite Entfernung schnell genug eine Standleitung aufzubauen, wurde Wasser mit Tanklöschfahrzeugen im Pendelverkehr in den Wald geschafft. Betankt wurden die Fahrzeuge über Hydranten an der Arndtstraße. Obwohl die über 70 Einsatzkräfte schnell Herr der Lage waren, dauerte es doch bis nach 21 Uhr, bis die letzten Glutnester gelöscht waren.

Betroffen waren im ersten Fall etwa 30 Quadratmeter, im zweiten 500 bis 600 Quadratmeter. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und geht vorerst davon aus, dass beide Feuer vorsätzlich oder fahrlässig gelegt worden sind. Auch ein Zusammenhang zwischen den Bränden wird nicht ausgeschlossen.