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Ballonfestival

„Sicherheitskonzept war ausreichend“

25.08.2010 | 15:09 Uhr
„Sicherheitskonzept war ausreichend“

Hemer.Nachdem die Stadt Hemer in der vergangenen Woche das Ballonfestival in der LGS mit Hinweis auf ein mangelhaftes Sicherheitskonzept des Veranstalters abgesagt hat, erklärt die Felten Ballon GmbH jetzt in einer Stellungnahme:

„Mit heute (24. August) zugestelltem Bescheid der Stadt Hemer ist ein erneuter Antrag der Felten Ballon GmbH von letzter Woche auf Erteilung der ordnungsbehördlichen Genehmigung versagt worden.

Grund für die Versagung ist das zum wiederholten Mal an die jeweils neuen Anforderungen der Behörden angepasste Sicherheitskonzept der Felten Ballon GmbH. Trotz kontinuierlicher Reduzierung der zuzulassenden Besucher, bei gleichzeitiger kontinuierlicher Erhöhung der Sicherheits- und Rettungskräfte formuliert die Stadt auch weiterhin keine konkreten Vorgaben, die sie für ein genehmigungsfähiges Sicherungskonzept verlangt. Die Aussage der Stadt beschränkt sich schlicht darauf, dass es immer noch nicht ausreiche.

Ohne ihren Pflichten ordnungsgemäß nachzukommen provoziert die Stadt Hemer so die Absage der gesamten Veranstaltung. Sie hätte von dem ihr eingeräumten Ermessen ohne Weiteres Gebrauch machen oder der Felten Ballon GmbH entsprechende Auflagen in einer vorübergehenden Genehmigung vorschreiben können (müssen). Jedoch wollte sie die Genehmigung offensichtlich gänzlich untersagen. Dabei ignoriert die Stadt Hemer den Erlass der Bezirksregierung Arnsberg vom 11. August 2010 völlig. Danach hätte sie in einem derartigen Fall die unmittelbaren Aufsichtsbehörden und die Bezirksregierung einschalten müssen.

Das Sicherheitskonzept der Felten Ballon GmbH war genehmigungsfähig und sogar über den allgemein anerkannten Vorgaben geplant. An den Tagen mit Abendveranstaltung sollten auf einer zur Verfügung stehenden Fläche von 120 000 qm maximal 8000 Besucher zugelassen werden. Für diese standen unter anderem 60 Ordnungskräfte von THW, einem Sicherheitsdienst und der Felten Ballon GmbH, eine Brandsicherheitswache, 10 Sanitäter, zwei RTW, ein KTW und zwei Notärzte zur Verfügung. Nach dem anerkannten Mauerer Schema wären nur 5 Sanitäter und jeweils ein RTW und KTW ausreichend gewesen. Weitere Sicherheitsmaßnahmen wie Wellenbrecher, Absperrgitter, weitere Ordner und Aufsichtspersonal, sowie Polizei und Ordnungsamt waren eingeplant. Sämtliche weiteren Genehmigungen und Zusagen lagen der Felten Ballon GmbH vor.

Neben dieser Versagung der Genehmigung kündigte die LGS den Veranstaltungsvertrag mit der Felten Ballon GmbH bereits am 12. August fristlos. Sämtliche hartnäckigen Bemühungen der Felten Ballon GmbH bis zum heutigen Tage trotzdem zumindest noch einen Teil der Veranstaltung stattfinden zu lassen, blieben im Ergebnis erfolglos.

Mit größtem Bedauern muss daher mitgeteilt werden, dass keine der geplanten Veranstaltungen während der Landesgartenschau Hemer 2010 stattfinden werden. Dies gilt auch für die von rund 700 Kunden herbeigesehnten Ballonfahrten in dieser Woche.

Die Motivation und das undurchschaubare Genehmigungsverfahren der Stadt Hemer lassen die Felten Ballon GmbH derzeit anwaltlich prüfen. Der Felten Ballon GmbH ist es ein großes Anliegen, nach dem Scheitern zumindest den Schaden für die Besucher und ihre Kunden so gering wie möglich zu halten.

Die Felten Ballon GmbH trifft es zutiefst, dass auch die Hannah-Stiftung in diese Prozesse eingebunden war und in Folge der Ereignisse geschädigt ist.“

IKZ-Redaktion

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Kommentare
27.08.2010
14:12
„Sicherheitskonzept war ausreichend“
von Herman | #12

@ sundwinger

ich sag nur soviel: Du hast voll ins Schwarze getroffen! ;-)

27.08.2010
10:32
„Sicherheitskonzept war ausreichend“
von mich | #11

@Ex Hemeraner:
Wie soll man denn Auflagen erfüllen, wenn die Stadt diese nicht konkret benennt?
Ich glaube auch da steckt was anderes dahinter als Sicherheitsbedenken. Wenn man seitens der Stadt/LGS gewollt hätte, hätte man sicherlich einen Weg gefunden das Ballonfestival stattfinden zu lassen.

27.08.2010
10:21
Blockierter Kommentar.
von Ex Hemeraner | #10

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

26.08.2010
18:59
„Sicherheitskonzept war ausreichend“
von sundwiger | #9

Gaaanz vielleicht hängt das auch damit zusammen, dass das Ballonfestival noch ein von Herrn Sattler geplantes Zugpferd war. Falls es auf Grund dieser persönlichen Animositäten etwas stiefmütterlich behandelt worden ist, wäre das beschämend.
Wie gesagt - ist nur eine Vermutung meinerseits.

der sundwiger

PS: Hat eigentlich schon jemand den Film gesehen, der mit großem Aufwand und Herr-der-Ringe-Kulisse im Herbst 2009 im Felsenmeer gedreht worden ist?

26.08.2010
18:24
„Sicherheitskonzept war ausreichend“
von Rheinländer | #8

Die ganze Angelegenheit hinterlässt jedenfalls einen ganz bitteren Nachgeschmack!
Ich vermute, dass irgendwelche, nicht öffentlich diskutierte Interessen, die Ursache für die Absage der Aktion waren.
Ich traue Politikern (auch den kommunalen) nicht weiter, als ich diese werfen könnte.

26.08.2010
10:39
„Sicherheitskonzept war ausreichend“
von Herman | #7

@Cordeldu
Wäre ich bei der Stadt bekäme der IKZ keine Infos mehr von mir. ???

Genau... vertuschen wie in Duisburg!
Na gut, dass du nicht bei der Stadt arbeitetest.
*kopfschüttel* armes Deutschland

Aber eine Stadt macht ja keine Fehler! Dort arbeiten nur ganz liebe objektive Leute, welche nur das öffentliche Interesse wahren. Auch Korruption ist bei einer Stadt undenkbar.
Eine Stadt hält auch immer ihr Wort. Eine Stadt ist quasi über allem erhaben.

Dies gilt natürlich auch für die LGS GmbH.

Die sind alle so schrecklich lieb.

25.08.2010
20:59
„Sicherheitskonzept war ausreichend“
von didifix | #6

schade, dass die veranstaltung nicht stattfindet. wir hatten uns schon monatelang darauf gefreut. Wir haben auch schon vor Monaten 2 x 185,00 € bezahlt. Bin gespannt, wann wir unser Geld zurückbekommen.
Ich weiss nicht, ob ich jemals wieder den Mut habe, eine Ballonfahrt zu buchen.
Gruß an alle anderen enttäuschten Ballonfahrer.

25.08.2010
20:27
„Sicherheitskonzept war ausreichend“
von Cordeldu | #5

Hallo Sundwiger,

Sie haben völlig recht - aber das wäre das 1. Mal, dass Herr E. vom IKZ als Journalist tätig wird. Einfach drucken ohen Recherche ist doch einfacher.

Hat er mal eine Aussage zu den zurück gezahlten Geldern bei Felten angefragt.
Hat er eine Behauptung der F GmbH belegen lassen??
Nö drucken und auf Leserbriefe warten. Toller JOB.

Hat er mal hinterfragt wie viele erfolgreiche Veranstaltungen Herr F und seine GmbH gemacht haben? Auch Nein und so weiter und so weiter. Schade, dass er mit seiner schlechten Arbeit die Stadt Hemer und die LGS in Mißkredit bringt.

Wäre ich bei der Stadt bekäme der IKZ keine Infos mehr von mir.

25.08.2010
19:22
„Sicherheitskonzept war ausreichend“
von betroffenervomballon | #4

Vielleicht könnte die Firma mir mal sagen, warum sie mir keine Auskunft gibt, wann ich mein Geld zurück erhalte. Auf andere schimpfen ist leicht, es besser zu machen, das schafft Felten aber nicht. Ich bin übrigens auch für eine Absage, wenn die Polizei keine sicherheit feststellt.Deshalb wurde hier bestimmt seitens der Stadt richtig gehandelt.

25.08.2010
18:19
„Sicherheitskonzept war ausreichend“
von sundwiger | #3

Wahrscheinlich tritt dieser Bericht erst mal eine Welle von Leserbriefen der Geschädigten los. Das bringt zwar Leben in den Lokalteil, hilft aber nicht, die Sache aufzuhellen. Wäre es nicht seitens des IKZ sinnvoll gewesen, gleichzeitig eine Stellungnahme des Ordnungsamtes einzuholen?

Vielleicht besteht noch die Möglichkeit, dass beide Seiten aufeinander zugehen und das Ballonfestival zu einem späteren Zeitpunkt durchführen. Das wäre sinnvoller, als sich gegenseitig mit Schadenersatzklagen zu überziehen.

Im Herbst kommen garantiert noch ein paar Tage mit dem passenden Flugwetter...

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