Schule wurde für sie zur Gemeinde

Viele Weggefährten waren zur Verabschiedung im Gottesdienst in der Stephanus Kirche Deilinghofen gekommen: Bernhard Ingelbach, Gabriele Annicker, Wilfried Karnitzke, Superintendentin Martina Espelöer, Ingo Figge, Gaby Dudda, Bernhard Laß, Ellen Gardtke, Meinfried Jetschke und Martina Bartling (von links)
Viele Weggefährten waren zur Verabschiedung im Gottesdienst in der Stephanus Kirche Deilinghofen gekommen: Bernhard Ingelbach, Gabriele Annicker, Wilfried Karnitzke, Superintendentin Martina Espelöer, Ingo Figge, Gaby Dudda, Bernhard Laß, Ellen Gardtke, Meinfried Jetschke und Martina Bartling (von links)
Foto: IKZ

Deilinghofen..  Der vom „unterwegs-Team“ gestaltete Gottesdienst war wie auf Pfarrerin Gabriele Dudda zugeschnitten, denn die 58-jährige ist unterwegs in einen neuen Lebensabschnitt, den Vorruhestand nach einem erfüllten Berufsleben. Im Rahmen des Gottesdienstes wurde sie am Sonntag von Superintendentin Martina Espelöer entpflichtet und von vielen Freunden, Weggefährten und Mitgliedern der evangelischen Kirchengemeinde Deilinghofen verabschiedet.

Ihren einen beruflichen Schwerpunkt hatte die gebürtige Münsteranerin Gabriele Dudda nach Jahren als Pfarrerin in Herne seit 2008 am Hans-Berufskolleg in Iserlohn, dort unterrichtete sie in den Abteilungen Sozialpädagogik und Ernährung und Hauswirtschaft Religion – und das mit großer Leidenschaft. Es seien immer Sternstunden gewesen, sagte die Superintendentin bei ihrer Ansprache in der Kirche, wenn der Unterricht so rundum gelungen gewesen sei. Die Schule, das Kollegium, die Eltern seien ihr zur Gemeinde geworden, stellte Martina Espelöer fest. Und die Kirche brauche Pfarrerinnen und Pfarrer an solchen Orten.

Neben der Arbeit an der Schule war Gabriele Dudda seit 2009 beauftragt, einen Teil der Seelsorge in der Deilinghofer Gemeinde zu übernehmen, wobei sie ihre Erfahrungen aus der Schule immer eingebracht habe, wie der Vorsitzende des Presbyteriums zum Auftakt des Empfangs, der sich an den Gottesdienst anschloss, betonte. Die von ihr gehaltenen Gottesdienst, seien nicht nur von der Verkündigung, sondern immer auch von deren Bezug zum täglichen Leben geprägt gewesen. Und die mitunter bohrenden Fragen der Schülerinnen und Schüler waren für die Pfarrerin immer wieder Anlass, ihren Glauben zu hinterfragen. Figge fasste die Beurteilung des Wirkens von Gabriele Dudda in Deilinghofen treffend zusammen: „Gratuliere, das haben Sie gut gemacht.“ Gleichzeitig äußerte seine Freude darüber, dass sie auch im Ruhestand künftig in der Gemeinde mitarbeiten und Gottesdienste halten wolle.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen sprachen viele der Gäste Gabriele Dudda für die Vergangenheit ihren persönlichen Dank und für die Zukunft Glückwünsche aus.