Winterwetter
Schneeberge werden in den Hochlagen zum Problem
31.01.2010 | 17:00 Uhr 2010-01-31T17:00:00+0100
Hemer. In den Hochlagen der Felsenmeerstadt werden die Schneemassen zum Problem: Ihmerter fordern den Einsatz von Radladern, um die Schneeberge auf Kreuzungen abzubaggern.
Nach den massiven Schneefällen am Freitag kam die Bescherung über Nacht: Über 30 Zentimeter Neuschnee erhöhten vor allem in Ihmert, Deilinghofen und Frönsberg die bereits gefallenen Schneemengen kräftig. Im Vergleich zum Stadtkern fiel in den Hochlagen ein vielfaches der weißen Flocken und sorgte für ernste Probleme: Wohin mit den Schneebergen, die sich teilweise mannshoch türmen? So ärgerten sich einige Anwohner über den Winterdienst, der die Schneemassen aus dem Schneepflug direkt vor Einfahrten entlud. Doch auch der Stadtbetrieb weiß mittlerweile nicht mehr wohin mit der weißen Pracht. Viele Nebenstraßen in Ihmert sind nur noch einspurig befahrbar. Platz könnte nur der Einsatz von Schneefräsen schaffen. Im Südkreis wurde bereits am Samstag damit begonnen, Schnee abzubaggern.
Die Autofahrer kamen mit der geschlossenen Schneedecke in den Hochlagen und teilweise freien Fahrbahnen im Zentrum relativ gut klar. Die Polizei verzeichnete am Wochenende neun Verkehrsunfälle mit einem Gesamtschaden von 14000 Euro. Verletzt wurde niemand. Vier Unfälle werden auf die Witterung zurückgeführt.
Ohne Schneeketten läuft auf einigen steilen Nebenstraßen nichts. So musste die Post auf ihre Fahrzeuge für die Hochlagen Ketten aufziehen. Auch die Feuerwehr rüstete einige ältere Einsatzfahrzeuge mit Ketten aus. Die neueren Löschfahrzeuge besitzen Schleuderketten, die auf Knopfdruck genutzt werden können.
Die Schneeketten könnten durchaus länger auf den Fahrzeugen bleiben. Der Deutsche Wetterdienst kündigt für Dienstag bis zu 25 Zentimeter Neuschnee an.
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