Schlemmen an 40 Meter langer Tafel

Zur langen Tafel lud am Samstagmittag auch die heimische kfd Hemer ein und zahlreiche Frauen nahmen Platz.
Zur langen Tafel lud am Samstagmittag auch die heimische kfd Hemer ein und zahlreiche Frauen nahmen Platz.
Foto: IKZ

Hemer..  „Ein Traum wird wahr“, steht auf der Internetseite des Diözesanverbands Paderborn der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands. Die Rede ist von einem lang geplanten Projekt, der längsten kfd-Tafel der Welt, zu dem am Wochenende im ganzen Erzbistum eingeladen wurde. Anlass für das riesige Fest, an dem Frauen aus fast 300 Gemeinden beteiligt waren, ist das 100-jährige Bestehen des Diözesanverbandes. Auch in Hemer war die lange Tafel am Samstagmittag zu finden, lud doch die kfd vor der Stadtbücherei zum Platz nehmen an der mit kfd-Tischbändern und kfd-Servietten dekorierten Tafel ein.

Eines fiel dem Betrachter sofort ins Auge, das Geschirr passte nicht zusammen. Die unterschiedlichen Farben und Muster sollten aber bewusst Abbild der Verschiedenheit der Menschen sein. Vielfältig war auch das 9,5 Meter lange Büfett mit jeder Menge Fingerfood. Perfekt hatten die Gastgeberinnen den Tag vorbereitet, Büfett und eingedeckte Tafel konnten sich sehen lassen. Einzig die zur Mittagszeit einsetzenden kurzen Regenschauer störten die Open-Air-Veranstaltung.

Was wäre Kirche ohne Frauen? Ziemlich leer!

Auch für den einen oder anderen Herren war noch ein Plätzchen frei. Der Zuspruch freute kfd-Sprecherin Regina Keune und ihre vielen Helferinnen. Auch erfreute es Regina Keune, mit dem stellvertretenden Bürgermeister Wolfgang Römer, Pfarrer Martin Assauer und Schirmherrin Gudrun Gille vom Netzwerk Demenz gleich mehrere offizielle Gäste begrüßen zu können. Schirmherrin Gudrun Gille ließ es sich nicht nehmen, die Gäste über das Netzwerk Demenz zu informieren.

Aber auch Wolfgang Römer sprach ein paar Grußworte und betonte, dass man der Veranstaltung ansehe, was Frauenpower bewirken kann. Pfarrer Assauer griff diesen Gedanken auf, als er nach einer kurzen Ansprache die Speisen segnete. „Was wäre Kirche ohne Frauen?“, fragte Assauer in die Runde und gab mit „Ziemlich leer!“ selbst die Antwort.

Bevor an der Jubiläumstafel nach Herzenslust geschlemmt werden durfte und gemeinsam ein paar unterhaltsame Stunden verbracht wurden, griffen Gudrun Gille und Martin Assauer zum Maßband, denn schließlich musste noch die Länge der Tafel ermittelt werden. Keinen Zentimeter ließen die beiden aus und kamen schlussendlich auf 40 Meter.

Die Hemeraner Zahl wurde dem Diözesanverband gemeldet, der zusammen mit den anderen Werten in 292 Orten die Gesamtlänge im Bistum von 870 Metern ermittelte.

Die lange Tafel nutzten die Gastgeberinnen auch für anregende Tischgespräche. Zudem verteilten sie Informationsmaterial, damit interessierte Damen den großen katholischen Frauenverband näher kennen lernen.