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Schläger drohen Flüchtlingen mit dem Tode

14.11.2012 | 12:21 Uhr
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Hemer.  Es bleibt in der Apricker Flüchtlingsunterkunft unruhig. Nach den gewalttätigen Vorfällen vom Montag berichtet die Polizei über weitere Vorkommnisse.

Am späten Dienstagnachmittag erschien eine Gruppe von zehn Flüchtlingen Hilfesuchend auf der Polizeiwache Hemer. Die Männer berichteten, dass sie in der Innenstadt unterwegs gewesen seien, dort auf die Tatbeschuldigten getroffen seien und im Zusammenhang mit den Vorfällen vom Montag nun von diesen mit dem Tode bedroht würden.

Aus diesem Grunde und weil die Flüchtlinge berichteten, die Täter seien noch im Medio-Center unterwegs, um dort angeblich Bekleidungsdiebstähle zu begehen, veranlasste die Polizei eine sofortige Fahndung. Unter Einsatz von drei Funkstreifeneinheiten wurden zwei Tatverdächtige im Stadtgebiet gestellt und zur Gefahrenabwehr nochmalig in Gewahrsam genommen.

Um weitere Ausschreitungen und Angriffe auf die anderen Flüchtlinge zu verhindern, ordnete der zuständige Richter eine Freiheitsentziehung bis zum Nachmittag des folgenden Tages an. Gegen die zwei Beschuldigten erging Strafanzeige wegen Bedrohung.

Kurz nach 21 Uhr kam es dann in der Flüchtlingsunterkunft zu einer weiteren Gewalttat. Ein Asylbewerber marokkanischer Herkunft geriet vor seiner Wohnung mit zwei Bewohnern in Streit, der schnell in handfeste Tätlichkeiten ausartete. Dabei setzte der Täter auch eine Bierflasche ein, die jedoch bei den Auseinandersetzungen zerbrach.

Die gewalttätige Situation wurde durch sofortigen Einsatz mehrerer Funkstreifeneinheiten der Polizei bereinigt. Der 19-jährige Tatverdächtige wurde in eine Zelle eingeliefert. Gegen ihn erging Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung. Zwei Personen erlitten bei dem Vorfall leichte Verletzungen im Gesicht.

Sie wurden zunächst vor Ort von Mitarbeitern der Malteser-Betreuung versorgt und anschließend mit Rettungswagen in die Paracelsusklinik eingeliefert.

Polizei und Bezirksregierung veranlassten, dass die gewalttätig gewordenen Asylbewerber mit sofortiger Wirkung anderen auswärtigen Flüchtlingsunterkünften zugewiesen werden. Die Behörden hoffen, dass durch räumliche Trennung der streitenden Parteien weitere Vorkommnisse vermieden werden können.

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