„Rotkäppchen neu frisiert“ auf die Bühne gebracht

Nacht der kleinen Künste
Nacht der kleinen Künste
Foto: IKZ

Hemer..  Obwohl in Laufe der Jahre schon ein klein wenig Routine bei der „Nacht der kleinen Künste“ an der Gesamtschule eingetreten ist, waren Schulleiterin Gabriele Koller und ihre Kollegin Mechthild Twickel am Mittwochabend in der Schul-Aula doch angenehm überrascht: Die Schülerinnen und Schüler des Kurses „Darstellen und Gestalten“ (DuG) der Jahrgangsstufe 10 bedankten sich ganz offiziell bei den Lehrerinnen für die fünfjährige intensive und sehr schöpferische Zusammenarbeit. Gemeinsam hatten sie für diesen Abend „Rotkäppchen neu frisiert“ erarbeitet. Sie hatten das Märchen sprachlich und von der Figurenkonstellation umgekrempelt und es text- und spielsicher auf die Bühne gebracht. Dafür ernteten die Jugendlichen von den vielen Zuschauern reichlich Applaus.

Die DuG-Kurse der Jahrgangsstufen sechs und sieben zeigten in sich ähnlich angelegte Stücke. So arbeiteten sie viel mit Pantomime, stellten, begleitet von Musik, schwarz gekleidet vor schwarzem Hintergrund, kleine Szenen vor, die gestisch und mimisch sehr akkurat waren.

Der DuG-Kurs der Jahrgangsstufe acht hatte sich ebenfalls auf den Pfad der Bearbeitung begeben und es gleich mit mehreren Märchen aufgenommen. „Hänsel, Dornröschen und der böse Wolf“ als Titel, beinhaltete einen Streifzug durch die Märchenwelt, der sprachlich nicht immer glücklich daher kam und die Frage aufkommen lies, ob alles an flapsiger Jugendsprache auf die Bühne gehört.

Für den musikalischen Part an diesem Abend, durch den zwei Schülerinnen als „Großmutter und Enkelin“ verkleidet, charmant führten, waren die Chor- und die Musik-AG und auch die Schulband zuständig. Die Chor AG ließ vier gut einstudierte Popsongs erklingen und die Musik AG hatte sich auf einen Song konzentriert, zu dem sie „im kleinen Schwarzen“ stilsicher tanzten und sangen.

Das reichhaltige Programm komplettierte eine Modenschau der Klasse 6b. Die Schülerinnen und Schüler hatten sich im Englischunterricht mit dem Thema Mode auseinandergesetzt und zeigten die fantasievollen Werke äußerst variantenreich. Nach gut zweieinhalb Stunden war die „Nacht der kleinen Künste“ beendet.

Die „Nacht der kleinen Künste“ hat dem Publikum viel Erstaunliches geboten, war von der zeitlichen Dimension aber durchaus ausgereizt.