Raumkapsel "Sojus TMA 13" punktgenau in Landesgartenschau gelandet
31.03.2010 | 12:15 Uhr 2010-03-31T12:15:00+0200
Hemer. „Sojus TMA 13” ist punktgenau im Hemeraner Landesgartenschaugelände gelandet. Ihre Mission: Sie unterstreicht Hemers russische Städtepartnerschaft mit Schelkowo bei Moskau, Standort des russischen Kosmonautenausbildungszentrums „Sternenstädtchen”.
Gestartet war die russische Weltraumkapsel am Freitag vergangener Woche um 17 Uhr in Russland - ein Transport auf dem Landweg, deshalb eine beschwerliche Reise. LGS-Prokurist Werner Fingerhut: „Ich habe das Gefühl, die Papiere wiegen mehr als die Kapsel.” Zwei Landesgrenzen, Weißrussland und Polen, galt es mit der 1,3 Tonnen schweren Fracht im Wert von 550 000 Euro zu passieren. Und bei der Ankunft in Hemer stellte sich heraus, dass der Lkw verplombt war. Also war ein Umweg zum deutschen Zoll in Hagen-Hohenlimburg angesagt, wo den Zöllnern dicke Fragezeichen auf die Stirn geschrieben standen: „Was, bitte, haben Sie geladen? Eine russische Raumkapsel?”.
Nachdem auch der deutsche Papierkram erledigt war, begann das Staunen in der Landesgartenschau: „Da passen drei Kosmonauten rein? Unglaublich!” Dabei handelt es sich bei diesem Sojus-Landemodell um eine XL-Ausführung, da TMA 13 für ihren Flug größer ausgelegt ist, als in der russischen Raumfahrt üblich ist. Beim tatsächlichen Start am 12. Oktober 2008 waren mit Richard Garriott (Tourist) und Michael Fincke (NASA-Bordingenieur) zwei US-Amerikaner mit an Bord. Kommandant der Mission war Juri Walentinowitsch Lontschkow. Vollautomatisch angekoppelt wurde die Kapsel am 14. Oktober 2008. Bis zum 8. April 2009 diente die TMA 13 als Rettungskapsel der ISS; an dem Tag folgte die Abkoppelung und Landung in Kasachstan.
Sojus TMA 13 wird ab dem 17. April in der Landesgartenschau Hemer zu einer Besucherattraktion avancieren. Zu verdanken ist das den Bemühungen von Jochen Ebbing und dem deutschen Partnerstadtverein Hemer-Schelkowo. Wochenlang wurde gezittert, ob das wertvolle Ausstellungsstück tatsächlich seinen Weg nach Hemer finden würde. LGS-Gäste finde die Leihgabe aus Russland im Bereich der „Themengärten”.
15:00
@4 Ruhrik
Sicher würde die Stadt Hemer die Kosten für einen Schuß auf den Mond nicht aufbringen können.
In den Behälter würden auch nur 3 Personen hineinpassen...
13:51
@1
wenn nicht klar und deutlich auf die herkunft hingewiesen würde - ich hätte es auch für einen abgefackelten Glascontainer gehalten ...
22:17
Kann man damit die Schuldenpolitiker der Stadt nicht auf den Mond schießen? Oder ist das lunare Umweltverschmutzung?
16:32
scheint schon echt zu sein. Stand schon vor zwei Tagen auf Hemer.de. Da sind auch noch mehr Bilder.
11:52
das Teil haben sicher Fingerhut und Esken gebastelt!
sieht sehr provinziell aus; wie Hemer auch!
16:17
Das ist jetzt ein vorgezogener Aprilscherz, oder?
Das Teil sieht so aus, wie ein Glascontainer, neben dem mal in einem Papiercontainer gezündelt wurde.