Projekte sind Herzensangelegenheit

Walter Kayser hilft über die  Mission am Nil in Äthiopien
Walter Kayser hilft über die Mission am Nil in Äthiopien
Foto: IKZ

Hemer..  Im Jahr 2011 begann Walter Kayser sein soziales Engagement in Äthiopien, und seitdem hat der Hemeraner viel auf den Weg gebracht. Mit seinem Einsatz unterstützt er die „Mission am Nil“ nicht nur mit finanziellen Mitteln, sondern auch mit seiner Muskelkraft. Die Projekte im Dorf Nonno, 250 Kilometer von der Hauptstadt Addis Abeba entfernt, sind abgeschlossen. Ein Container, der als Mensa genutzt wird, hat eine Photovoltaikanlage bekommen, und auch die Häuser können mit Strom versorgt werden. Zudem wurden die Männer des Dorfes in Ackerbau und Viehzucht geschult.

Jetzt sind Walter Kayser und seine Mitstreiter in Walga aktiv. Im Malariagebiet soll zum einen eine Klinik mit neuen Sanitäranlagen ausgestattet werden. Zum anderen hat eine Schule, die von 420 Kindern besucht wird, einen Betonboden bekommen, und es wurden neue Bänke angeschafft.

Sanierung der sanitären Anlagen einer Klinik

Im November des vergangenen Jahres reiste der Hemeraner zusammen mit dem Sanitärfachmann Dieter Büenfeld nach Äthiopien, um die Vorarbeiten in der Klinik zu erledigen. Jetzt steigen die beiden zusammen mit Elektroinstallateur Alexander Agapenko aus Iserlohn und Walter Kaysers Ehefrau Roswitha am 17. Januar wieder ins Flugzeug, um das Vorhaben abzuschließen. Acht Toiletten und 14 Duschen werden saniert, die in einem untragbaren Zustand sind. „Es gibt im Krankenhaus zurzeit kein warmes Wasser, die Zustände sind mehr als unhygienisch“, so Walter Kayser.

In der Schule wurde der Beton bereits gegossen, so dass die Kinder nun auch während der Regenzeit von den insgesamt sieben Lehrern unterrichtet werden können. 5000 Euro hat Walter Kayser aus eigenen Mitteln in die Projekte in Walga gesteckt. Die Klassenzimmer brauchen noch Tafeln und jede Menge Bleistifte. „Eine Tafel kostet 50 Euro, wenn man sie vor Ort anfertigen lässt. Vielleicht finden sich andere Sponsoren für die sieben Tafeln“, hofft der Hemeraner auf weitere Mitstreiter. Er betont, dass alle Ehrenamtlichen ihre Reisekosten selbst übernehmen. „Alle Spendengelder fließen komplett in die Projekte.“ Walter Kayser ist 2011 über die Behindertenarbeit bei der „Mission am Nil“ eingestiegen, und die Projekte in Afrika sind eine Herzensangelegenheit. Wichtig ist ihm immer die „Hilfe zur Selbsthilfe“.