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Polizei: Mehr Unfälle 2010

14.02.2011 | 16:54 Uhr

Hemer.Die Verkehrsunfallentwicklung für das Jahr 2010 im Zuständigkeitsbereich der Polizeiwache Hemer ist jetzt veröffentlicht worden. Zum fünften Mal in Folge gab es keine Unfalltoten in der Felsenmeerstadt.

Allerdings hat die Zahl der Unfälle zugenommen, was die Ordnungshüter aber mit der Zunahme des Verkehrsaufkommens durch die Landesgartenschau erklären.

Die Beamtinnen und Beamten nahmen 1104 Verkehrsunfälle auf. Die Anzahl der Unfälle ist damit im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegen, und zwar um 85 Schadensfälle (8,3 Prozent). Das jährliche Unfallaufkommen, das in den Jahren 2006 bis 2009 rückläufig gewesen war, hat damit nun leider wieder deutlich zugenommen. „Trotz dieser etwas betrüblichen Nachricht gibt es einen positiven Aspekt, wenn man den statistischen Vergleichswert (die Unfallhäufigkeitszahl; Anzahl der Verkehrsunfälle pro 100 000 Einwohner) betrachtet: Hier liegt Hemer trotz der verzeichneten Zunahme immer noch deutlich günstiger als der Kreis- und Landesdurchschnitt“, so Polizeihauptkommissar Gunther Lill.

Es gab 107 Unfälle mit verletzten Personen - 13 mehr als im Vorjahr. Es wurden 139 Personen verletzt (25 Schwerverletzte, 114 Leichtverletzte). Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 18 verletzte Personen. Der Zuwachs erscheint zwar auf den ersten Blick recht hoch, muss aber in Relation zu den günstigen Werten der Vorjahre gesehen werden. Trotz der gestiegenen Verletztenfälle liegt Hemer immer noch deutlich unter dem Vergleichswert auf Landesebene.

Bei der besonders schützenswerten Zielgruppe der Kinder im Straßenverkehr ist eine gleich gebliebene Verletztenzahl zu verzeichnen. Wie schon 2009 gab es 22 Verletzte. Der Hauptanteil lag hier im Bereich der leichten Verletzungen (19 Fälle). 2010 wurden im Hemeraner Straßenverkehr elf Jugendliche verletzt. Dies bedeutet gegenüber 2009 eine leichte Zunahme um drei Verletzte, darunter aber nur ein schwer verletzter Jugendlicher. Bei der Gruppe der „jungen Erwachsenen” (18 bis 24 Jahre) ist das Verletztenaufkommen mit 23 Personen fast konstant geblieben. In der Altersgruppe über 65 Jahren zogen sich 2010 16 ältere Menschen Verletzungen im Straßenverkehr zu. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs um vier Fälle. Auch hier liegt Hemer in Höhe des Landesdurchschnitts.

Wie die Polizei weiter mitteilt, gab es 61 Fälle von Alkohol- oder Drogeneinfluss am Steuer. Das Ergebnis lag um 17 Fälle höher als im Vorjahr, was offenbar auf eine verstärkte Verfolgungsintensität zurück zu führen ist.

Die Anzahl der Unfallfluchten lag mit 224 Fällen im Jahr 2010 etwas niedriger als im Jahr davor (231 Fälle). In diesem Deliktbereich konnten 97 Ermittlungsverfahren erfolgreich abgeschlossen werden (Vorjahr: 108 Verfahren). Dies entspricht einer Aufklärungsquote von 43,3 Prozent und liegt damit geringfügig unter dem Kreis- und Landesdurchschnitt. Sehr positiv herauszustellen ist das Ergebnis im Bereich „Unfallflucht mit Personenschaden“. Die Polizei hatte es sich zum Ziel gesetzt, eine besonders hohe Aufklärungsquote zu erreichen, was mit 90 Prozent auch gelungen ist. In diesem personalintensiven Ermittlungsbereich wurden neun von zehn Fällen aufgeklärt. So war es zum Beispiel letztlich auch der Zähigkeit und Ausdauer eines Beamten des Verkehrskommissariats und eines Zeugen zu verdanken, dass ein schwerer Verkehrsunfall vom 24. November nachträglich noch aufgeklärt werden konnte.

Im Rahmen der Verkehrsunfallbekämpfung hat die Polizeiwache 2010 insgesamt 3250 Maßnahmen im Straßenverkehr (Anzeigen und Verwarnungen mit Verwarnungsgeld) verhängt. Einen Überwachungsschwerpunkt bildeten Geschwindigkeitskontrollen. Es wurden 213 Laserkontroll-Aktionen durchgeführt und 1629 Geschwindigkeitsverstöße geahndet.

DerWesten

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