Platzierung bietet Spielraum für Verbesserungen

Der Radwegen von Hemer nach Menden wirkte sich positiv auf das Gesamtergebnis beim ADFC Fahrradklima-Test aus.
Der Radwegen von Hemer nach Menden wirkte sich positiv auf das Gesamtergebnis beim ADFC Fahrradklima-Test aus.
Foto: IKZ
Was wir bereits wissen
Stadt Hemer landet beim ADFC Fahrradklima-Test 2014 lediglich auf Rang 167 in der Kategorie Städte bis 50 000 Einwohner. Aber die Fahrradförderung in jüngster Vergangenheit gibt Anlass zur Freude.

Hemer..  Auf den ersten Blick wirkt der 167. Platz für die Stadt Hemer beim Fahrradklima-Test 2014 des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs eher ernüchternd. Ein gesicherter Mittelfeldplatz in der Kategorie, in der insgesamt 292 Städte mit bis zu 50 000 Einwohner bewertet wurden – mehr war nicht drin mit einer Gesamtbewertung von 3,77. Es scheint also noch eine Menge Luft nach oben in Sachen Fahrradfreundlichkeit in Hemer zu geben.

Positive Entwicklung in jüngster Vergangenheit

Doch es gibt auch Grund zur Freude: die Umsetzung des Radweges von Hemer nach Menden kommt gut an bei den Bürgerinnen und Bürgern. Zumindest bei den 63 Teilnehmern, die im Rahmen der Umfrage die „Fahrradförderung in jüngster Zeit“ mit einer Durchschnittsnote von 2,9 bewerteten. Mit diesem Wert spielt Hemer sogar bei den ganz Großen mit und kann Top-Ten-Städte des Gesamtrankings in dieser Kategorie hinter sich lassen. Ebenso erfreulich sind die Werte beim Thema Fahrraddiebstahl und die Bewertung der Oberflächen der Radwege, die im allgemeinen Vergleich ebenfalls im grünen Bereich liegen.

Aber es ist noch längst nicht alles Gold, was glänzt. Denn in allen anderen Bereichen der Umfrage gibt es deutliches Steigerungspotenzial. Besonders schlecht schnitt die Stadt in den Kategorien „Führung an Baustellen“, „Fahrradmitnahme im öffentlichen Verkehr“ sowie „Öffentliche Fahrräder“ ab. Letzteres wurde mit einer Durchschnittsnote von 5,2 bewertet, die schlechteste Benotung für Hemer. Einziges Trostpflaster: auch viele andere Städte kommen bei diesem Thema nicht besonders gut weg.

Plätze mit größerer Einheitlichkeit gut machen

Ebenfalls auffällig in der Bewertung der Hemeraner: Die Einschätzungen der Befragten sind sehr uneinheitlich. Die Stadt gehört somit zu den 10 Prozent der Orte, an denen es die größten Standardabweichungen des Mittelwertes und der flachsten Verteilung der Einzelbewertungen gab.

Ziel der Stadt muss es nun also sein, auch in diesem Bereich eine größere Einheitlichkeit zu erlangen und die Kritiker von der Fahrradfreundlichkeit in Hemer zu überzeugen. Dann ist auch eine Verbesserung um den einen oder anderen Platz in der Gesamtwertung durchaus möglich. Ein Platz an der Spitze hingegen scheint auch dann noch in unerreichbarer Ferne. Zum Vergleich: die Stadt Reken führt das Ranking mit einer Gesamtnote von 1,94 an.