Pfingsten für Städtepartnerschaft reserviert

Die Beckeraner waren in Steenwerck
Die Beckeraner waren in Steenwerck
Foto: IKZ

Becke/Steenwerck..  Traditionsgemäß ist das Pfingstwochenende seit Jahrzehnten der Zeitraum, an dem sich Freunde der Partnerschaftsstädte Becke und Steenwerck in Frankreich wiedersehen.

Hierbei sind zwischen den beteiligten Familien im Laufe der Zeit tiefe Freundschaften entstanden, die weit über das offizielle Maß einer Städtepartnerschaft hinausgehen. Jeder ist interessiert an den privaten Ereignissen in den jeweiligen Gastfamilien aber auch an der Entwicklung der jeweiligen Partnerstadt.

Musikgruppe sorgt füreine volle Tanzfläche

Entsprechend herzlich wurden die Hemeraner am Pfingstsamstag in Steenwerck vom dortigen Bürgermeister Joel Devos und den französischen Gastgebern begrüßt. Der stellvertretende Bürgermeister Wolfgang Römer vertrat hierbei die Hemeraner Verwaltung.

Am Samstagabend feierten die Partnerschaftsfreunde gemeinsam in den Räumen „la Maison du temps libre“. Musikalisch gestaltet wurde der Abend durch die auch in Hemer inzwischen bekannt gewordene Musik- und Tanzgruppe Vonchelle. Dieser Musikgruppe gelingt es vortrefflich, durch traditionelle flämische Musik und Tänze, die ein wenig an irische Folkmusik erinnert, die Tanzfläche zu füllen. Hierbei werden die jeweiligen Tanzschritte von einem Mitglied der Gruppe vorgegeben.

Der Sonntagsausflug mit Besichtigung von Gedenkstätten in der Region Lens-Arras, die an die Opfer des 1. Weltkrieges erinnern, machte jedem Teilnehmer erneut deutlich, wie wichtig die Aussöhnung beider Nationen und die Pflege der gegenseitigen Freundschaft auch heute noch sind. Der deutsche Soldatenfriedhof in Steenwerck wurde von der deutschen Truppe 1918 angelegt. Auf diesem Friedhof ruhen 2048 Gefallene.

Es folgte der Besuch des größten französischen Soldatenfriedhofes in Notre Dame de Lorette. Die Namen der 580 000 gefallen Soldaten in der Region Nord-Pas de Calais sind in einem einzigen langen elliptischen „Ring der Erinnerung“ vereint. Dieses Weltkriegs-Denkmal unterscheidet nicht zwischen Freund und Feind.

Es sind die Namen aller Gefallenen ohne Angabe der Nationalitäten in alphabetischer Reihenfolge vermerkt. Abschließend besichtigte die Reisegruppe das Canadian National Memorial in Vimy. Montagmorgen war es dann an der Zeit, Abschied zu nehmen und die Heimreise anzutreten.

Die Hemeraner Reisegruppe bedankte sich für die freundschaftliche Aufnahme und beide Seiten versicherten, sich im nächsten Jahr beim Gegenbesuch in der Becke wiederzusehen.