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Peter Friedrich über Einwohnerrückgang: "Das kann man nicht so hinnehmen!"

08.07.2009 | 17:00 Uhr
Peter Friedrich über Einwohnerrückgang: "Das kann man nicht so hinnehmen!"

Hemer. Im Gegensatz zu vielen anderen Städten hält sich in Hemer die Einwohnerstatistik im Rahmen. In den 90-er Jahren bis 2005 war eine steigende Zahl zu verzeichnen. Seitdem ist Stagnation angesagt, und seit einiger Zeit ist die Zahl leicht rückläufig: Zum 31. Mai 2009 hatte Hemer 37.826 Einwohner

Von 1990 bis etwa 2003 sei es gemeinsam mit der Stadtsparkasse gelungen, Häuslebauer an Hemer zu binden, sagt Erster Beigeordneter Peter Friedrich im Pressegespräch: „Das hat sich völlig verändert. Die Leute können sich kein Haus mehr leisten heute.” Baugrundstücke müsse die Stadt trotzdem anbieten: „Der Mainstream geht eindeutig in die Innenstadt und nicht mehr auf die grüne Wiese.” Es gebe bereits Leerstände, die aber nicht besonders auffällig seien: „Es gibt weniger, als man meint.”

Die weiteren Einwohnerprognosen für den Märkischen Kreis seien dramatisch und nur mit der Situation Ostdeutschlands in den 90-er Jahren zu vergleichen, weiß Peter Friedrich. Jetzt sei in ganz Deutschland ein großer Einwohnerrückgang zu beobachten: „Das kann man nicht so hinnehmen!” Eine Stadt müsse für junge Familien attraktiv sein, und das Schaffen von Arbeitsplätzen sei der wichtigste Punkt. Das sei bisher in Hemer gut gelungen mit den Firmen Airmatic und ZSK. Dieses „Zentrum für Sicherheits- und Katastrophenschutztechnik" wolle von der Stadt Hemer in der ehemaligen Blücherkaserne weitere Gebäude erwerben, und Airmatic habe seinen Löschpanzer mittlerweile serienreif; im Herbst werde der zweite Panzer umgebaut, weiß Peter Friedrich: „Für uns sind das positive Signale! Alles, was die machen, schafft Arbeitsplätze.”

Und die Wirtschaftsförderung der Stadt Hemer werde immer maßgeblicher; es werde immer stärker sichtbar, so der Erste Beigeordnete, dass für jede Firma der Rote Teppich ausgerollt werde.

Das geplante „Fachmarktzentrum” im Bereich VAI-Seuthe sei aus Sicht der Stadtverwaltung auf einem ausgesprochen gutem Wege. Die Baugenehmigung sei erteilt. Woolworth bleibe hoffentlich in der Innenstadt - demnächst in einem „glänzenden Umfeld”, wenn Edeka vor Weihnachten zum Hademareplatz ziehe, wo im Bereich der ehemaligen Friedrich-List-Straße ein „grandioser Spielplatz” entstehe: „An einigen Stellen sieht man bereits das blaue Band (aus der Landesgartenschau). Das ist kein Bändchen, da kriegt die Innenstadt einen neuen Fluss.”

Zum Jahreswechsel 2008/09 hatte die Felsenmeerstadt 37.644 Einwohner, und zum 31. Mai 2009 gab es, wie oben erwähnt, 37.626 Hemeraner. Das sind 18.484 Personen männlichen und 19.142 Personen weiblichen Geschlechts, 33.887 Deutsche und 3739 Ausländer. Religiös betrachtet teilt sich die Bürgerschaft auf in 15.310 Evangelische, 11.524 Römisch-Katholische. Die Religionszugehörigkeit der restlichen 10.792 Hemeraner nennt die Einwohnermeldeabteilung der Stadt „verschieden”.

Im Mai 2009 gab es in Hemer 26 Geburten und 24 Sterbefälle, 336 Zuzüge (davon 224 Asylbewerber bei den Maltesern) und 266 Wegzüge (154 Asylbewerber).

Paul Kramme

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Kommentare
20.07.2009
11:34
Peter Friedrich über Einwohnerrückgang: Das kann man nicht so hinnehmen!
von wischiwaschi | #41

es fehlt in dem Artikel der Hinweis auf den

Beratervertrag des Vizebürgermeisters

bei der Firma AIRMATIC

12.07.2009
14:06
Peter Friedrich über Einwohnerrückgang: Das kann man nicht so hinnehmen!
von Smartdriver | #40

EskMan, wieder einmal ein Kommentar von ihnen, der die Situation sehr eloquent beschreibt.
Ich bin zu 100 Prozent ihrer Meinung.

12.07.2009
04:22
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Name von Moderation entfernt | #39

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11.07.2009
21:54
Peter Friedrich über Einwohnerrückgang: Das kann man nicht so hinnehmen!
von Ruhrik | #38

@ Marwang
Warum keifen Sie eigentlich hier so herum? Hier hat niemand etwas gegen Sie - zumindest nichts Wirksames!

11.07.2009
16:48
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Name von Moderation entfernt | #37

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10.07.2009
23:47
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Name von Moderation entfernt | #36

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10.07.2009
13:56
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Name von Moderation entfernt | #35

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10.07.2009
10:50
Peter Friedrich über Einwohnerrückgang: Das kann man nicht so hinnehmen!
von marwang | #34

#25 wie immer ein dummschwätzer

10.07.2009
09:24
Peter Friedrich über Einwohnerrückgang: Das kann man nicht so hinnehmen!
von sundwiger | #33

Hallo brasseur,

das ist ja interessant, dass eine Schule eine Kostenfalle sein kann. Ist Hemer am Ende wegen dieser lästigen Kinder pleite? ;-)

Meine Meinung:
1. Hemer hatte kein bewährtes Schulangebot, sondern ein Gymnasium mit massiver Abwanderung nach Menden + Iserlohn und eine Realschule an der es auch heftig kriselt.

2. Eine Hauptschule wird geschlossen. Die Gesamtschule ist keine zusätzliche Schule (und schon gar keine Kostenfalle)

3. Bildung ist immer ein Zuschussgeschäft. Aber wer hier spart, kriegt es später knüppeldicke um die Ohren gehauen.

Und noch ne Frage:
Was genau ist eine kulturell anspruchslose Prekariatsfamilie mit oder ohne Migrationshintergrund: WDR4-hörende Hartz-IV-Empfänger mit oder ohne Asylantrag?

Ich freue mich schon auf die Antwort.


der sundwiger

10.07.2009
07:48
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