Nach dem Spielen das Kind zurück nach Hause geschickt

Hemer..  Die Suche nach dem am Sonntag vermissten Jungen hat ein glückliches Ende gefunden, allerdings stellt die Mutter, bei der das Kind angeblich zu Besuch war, die Vorkommnisse komplett anders dar, als die Polizei sie an die Öffentlichkeit weitergegeben hat. „Es ergießt sich grad ein großer Shitstorm über mich“, ist die Mutter, die als Erzieherin in einer Hemeraner Kindertagesstätte arbeitet, geschockt. Und sie sagt deutlich, dass der Achtjährige am vergangenen Sonntag lediglich draußen auf der Straße mit ihren Kindern gespielt hat, und das auch erst zum zweiten Mal.

Erschrocken die Rollladen hochgezogen

Um 19 Uhr habe sie ihre Kinder herein gerufen und dem anderen Jungen gesagt, dass er jetzt nach Hause gehen soll. „Meine Kinder sind immer, wenn es dunkel wird, im Haus“, betont die Mutter. Irgendwann später saß die Frau auf dem Sofa, als sie den Hubschrauber kreisen hörte. Das Geräusch wurde schließlich so laut, dass sie erschrocken die Rollladen hochzog und rausschaute. Die Sundwigerin traute ihren Augen kaum, als sie dann den Jungen in eine Decke eingewickelt auf dem Trampolin in ihrem Garten liegen sah. Die Decke hatte sich der Achtjährige aus dem Schuppen geholt. Sie habe das Kind sofort hereingerufen und daraufhin bei der Polizei angerufen und nachgefragt, ob dieses Kind gesucht werde.

Junge war nicht zum Spielen in der Wohnung

„Ich kenne auch die Mutter des Jungen gar nicht“, sagte sie am Dienstag im Gespräch mit der Heimatzeitung. Warum man bei der Hemeraner Polizei der Ansicht ist, es habe keine Absprachen gegeben, kann sie sich nicht erklären. „Wie gesagt, ich kenne die Familie nicht, und der Junge war auch nicht zum Spielen bei uns in der Wohnung, wie es seitens der Polizei kommuniziert wurde!“ Das möchte die Sundwigerin richtigstellen, um nicht den Eindruck zu erwecken, dass sie ohne das Wissen der anderen Mutter deren Jungen bis in die Nacht zu Hause gehabt hätte.