Nach dem Abitur auf die Bühne

Marie Höppe (2.v.l.)  mach beim Casting von Ralph Siegel mit und schafft es ins Halbfinale
Marie Höppe (2.v.l.) mach beim Casting von Ralph Siegel mit und schafft es ins Halbfinale
Foto: IKZ

Hemer..  Fragt man Marie Höppe, wohin die Reise nach dem Abitur gehen soll, kommt die Antwort wie aus der Pistole geschossen: „In die Musik“. Die 17-jährige Schülerin des Walburgis-Gymnasiums in Menden, die mit ihrer Familie in Hemer-Stephanopel wohnt, strahlt. Sie singt für ihr Leben gern, und wenn man der Meinung des Musikproduzenten Ralph Siegel vertraut, singt Marie sogar sehr gut.

Vergangenen Donnerstag hat die junge Hemeranerin von einem Casting in Werl gelesen – die UFA-Talentbase sucht zusammen mit Ralph Siegel „die Stimme von morgen“. Spontan fuhr Marie zusammen mit ihrer Mutter Kerstin nach der Schule los, um sich der Jury vorzustellen.

„Wir haben es einfach gemacht, ohne Vorbereitung“, erzählt Marie, die seit neun Jahren Gesangsunterricht hat. Zunächst bei Patricia Vivanco an der Musikschule Hemer, jetzt wird sie von Luxuslärm-Frontfrau Jini Meyer in der Rock- und Pop-Fabrik gefördert.

„Das war echt aufregend. Da waren Leute, die man aus anderen Castingshows aus dem Fernsehen schon kannte“, so Marie, die es am Ende des Tages gar nicht glauben wollte, dass Ralph Siegel sie zusammen mit drei anderen ins Halbfinale schickte. „Charmant, süß, strahlend und eine sehr gefühlvolle Stimme“ – so urteilte der Musikproduzent nach dem Auftritt der jungen Hemeranerin. „Please don’t say you love me“ von Gabrielle Aplim und „Auf anderen Wegen“ von Andreas Bourani hatte sich Marie als Songs ausgesucht, um damit zu punkten. Und das gelang!

„Ich werde jetzt meine ganze Energie in den Wettbewerb legen. Wenn ich jetzt schon so weit bin, will ich auch noch weiterkommen“, hofft Marie, eines Tages auf größeren Bühnen zu stehen, um die Menschen mit ihrer Musik zu begeistern und zu berühren.

Seit 2011 hat die 17-Jährige fünf Cover-Titel aufgenommen, und die sind im Internet auf Youtube zu sehen. Neben Gabrielle Aplin und Andreas Bourani hat sie auch „Mistletoe“ von Justin Bieber, „Mama Do“ von Pixie Lott und ganz aktuell „Wie soll ein Mensch das ertragen“ von Philipp Poisel gecovert – das letzte zusammen mit Philipp Rüping. Musikalische Vorbilder hat die Schülerin nicht. „Ich mag ruhige Stücke, Songs aus den Charts, gerne auch deutschsprachig und tiefgründig“, sagt Marie. Die tolle Bewertung von Ralph Siegel hat der Nachwuchs-Sängerin weitere Kraft gegeben, sich noch stärker in die Musik zu hängen. In der Rock- und Popfabrik von Jini Meyer wird sie weiter gefördert und hat mittlerweile auch viel Selbstbewusstsein, wenn sie das Mikophon in der Hand hat. Im Frühjahr geht es mit dem Wettbewerb der UFA-Talentbase weiter. „Ich werde alles geben. Singen ist das Persönlichste, was man hat!“