Modern, hell und bunt: Stadthäuser in Blücherkaserne?
12.08.2008 | 16:21 Uhr 2008-08-12T16:21:00+0200
Hemer. Landesgartenschaubesucher sollen in zwei Jahren in Hemer auch Musterhäuser besichtigen können: attraktive und moderne "Stadthäuser".
Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr hat sich am Montag mit dem architektonischen Neubauprojekt „Stadthäuser” angefreundet. Für die Landesgartenschau 2010 wird jetzt sogar eine Musterhaussiedlung angestrebt. Wohnen wie in London oder Leipzig oder Freiburg im Breisgau - aber Zuhause sein in Hemer, wo die schmalen „townhouses” drei oder vier Etagen hoch im ehemaligen Blücherkasernengelände wachsen sollen, wo sie im neuen „Wohnquartier” in den „Stadtterrassen” am Jüberg ins Landschaftsbild passen müssen mit den riesigen Kasernenblöcken in der Nähe; „Baumassen” benennt Erster Beigeordneter Peter Friedrich diese Nachbarschaft, und „Riesenkisten” sind es für Hans-Georg Humpert von der Grünen Alternative Hemer. Die Gegenseite beschreibt er so: „Modern, hell und bunt; da kann ich mir vorstellen, dass da jemand wohnen will.”
Ein fünfgeschossiges Hotel soll in dem neuen Wohnviertel ebenfalls angesiedelt werden. Die Grundstücksgrößen für die „Stadthäuser” mit freizügigen Dachterrassen sind sehr variabel, 150 bis 600 Quadratmeter groß. Eigentum kann hier erworben werden, aber die Stadtverwaltung möchte über die Wohnungsbaugesellschaft Hemer auch Mietwohnungen zur Verfügung stellen können. Peter Friedrich denkt vor allem an die etwa 200 Ingenieure, die demnächst im Zentrum für Sicherheits- und Katastrophenschutztechnik für zwei oder drei Jahre in der Felsenmeerstadt arbeiten und hier gutes Geld verdienen werden.
14:17
unsinn ist das sicher nicht, was die stadt vor hat. Man kann nicht in echt einfamiliehäuser direkt neben die großen kasernenblöcke setzen -das sieht echt bescheiden aus!; aber wenn unsere eigentümer ihre grundstücke auch einmal zur verfügung stellen würden, dann hätte der vorschreiber recht. nur theorie und praxis sehen wie immer leider anders aus! unsinn wäre nämlich nichts zu tun, weil man nicht kann, weil eigentümer eben nicht verkaufen wollen.
07:57
es ist und bleibt das gleiche problem. um die stadt herum werden nebenzentren aufgemacht, die mittelfristig den stadtkern verkommen lassen werden. beispiel 1: ein kaufzentrum am stadtrand bedeutet innenstadt verödung. beispiel2: ein überangebot an wohnraum fördert die entwertung bestehender immobilien und ist ein eingriff in das vermögen der eigentümer. weiter werden dies wohnblöcke in 20 jahren unansegnlich sein, denn sie passen nicht in die zeit. wir haben einen riesigen bedarf die baulücken in hemer zu füllen bzw den altbaubestand aufzuwerten. das sind die architekturherausforderungen der nächsten jahre.
es gilt diesen unsinn zu stoppen..