Mitmachaktionen statt nüchterner Präsentation

Der  Info-Truck des Märkischen Arbeitgeberverbandes informierte 160 Schüler.
Der Info-Truck des Märkischen Arbeitgeberverbandes informierte 160 Schüler.
Foto: IKZ

Hemer..  Das eigene Klassenlogo an einer computergesteuerten CNC-Maschine programmieren und in Metall fräsen, das Deckenlicht unabhängig von zwei Punkten aus einschaltbar anschließen: Technik haben rund 160 Jugendliche am Dienstag und Mittwoch in einem riesigen Lkw auf dem Himmelsspiegel live erlebt. Erstmals machte das neue Info-Truck der Metall- und Elektroindustrie unter dem passenden Motto „Coole Technik trifft junge Leute“ in Hemer Station. Die M+E-Industrie ist als größter Industriezweig in Deutschland auch die größte Lehrwerkstatt im Land. In den Betrieben werden so viele Ausbildungsplätze angeboten, wie in keiner anderen Branche.

Auf zwei Etagen mit etwa 80 Quadratmetern Präsentationsfläche wirbt der Märkische Arbeitgeberverband an Schulen und öffentlichen Einrichtungen für Nachwuchskräfte im größten Industriezweig Deutschlands. Da es für den 20 Meter langen und schweren Truck keinen Parkplatz direkt an den Schulen gab, begaben sich die Märkische Schule, die Gesamtschule und die Hans-Prinzhorn-Schule in kleinen Gruppen zur jeweils 90-minütigen Joberkundung in den Sauerlandpark. Dort trafen sie nicht auf eine nüchterne Jobpräsentation, sondern auf Mitmachaktionen und viel Technik. Der „BerufeScout“ auf dem mannshohen Touch-Monitor erklärte wichtige Inhalte zu den M+E-Berufen und zeigte das Ausbildungsangebot sowie freie Lehrstellen von Unternehmen in der Region.

Eine interaktiveErkundungsreise

Im Mittelpunkt der zweiten Fahrzeugebene steht ein 1,5 Quadratmeter großer Multitouchtable mit einer animierten 3D-Software­anwendung. Er ermöglicht eine interaktive Erkundungsreise durch ein virtuelles Unternehmen. Am Mittwoch konnten Schüler aber auch direkt mit Auszubildenden der Firma Grohe ins Gespräch kommen. Zwei eher unbekannte Ausbildungsberufe präsentierte Grohe, den Gießerei-Mechaniker und den Produktionstechnologen. „Sie sind nicht so populär, aber zahlreich in der Region vertreten“, betonte Ausbilder Peter Hawellek.