Mit vielen neuen Eindrücken zurück aus der Partnerstadt

Schüler aus Hemer besuchten Schelkowo
Schüler aus Hemer besuchten Schelkowo
Foto: IKZ

Hemer..  Schülerinnen und Schüler von Hemers weiterführenden Schulen waren zu Gast in Hemers russischer Partnerstadt Schelkowo. Anastasia Limbach aus der Klasse 9b des Woeste-Gymnasiums hat das Erlebte zusammengefasst: „Für uns Schülerinnen und Schüler war die kurze Zeit vom 23. bis 29. April in Hemers russischer Partnerstadt Schelkowo sehr einprägsam und emotional.

Akkurat gekleidete Kinder, eine imposante Innenausstattung, strenge Regeln und neugierige Blicke erwarteten uns am ersten Tag in der Schule Nr. 12. Nach dem herzlichen Empfang konnten wir an einigen Unterrichtsstunden teilnehmen.

Disziplinierte Arbeit in familiärer Atmosphäre

Dabei wurde deutlich, wie wichtig den russischen Schülern ihre Schulausbildung ist. Sie arbeiten diszipliniert dafür. Und doch ist die Atmosphäre so geprägt von familiärer Geborgenheit, dass man am liebsten freiwillig in der Schule bleibt.

Am Nachmittag wurden wir unter Begleitung des russischen Lokalfernsehens und der Presse von der Bürgermeisterin Nadeshda Surovzeva empfangen. Nach dem Besuch verließen alle den Raum mit vollen Händen, denn jeder Gast hatte nach russischem Brauch kleine Geschenke bekommen. Abends und für den nächsten Tag ging es dann zu den Familien der russischen Partner.

Sieht man Moskau zum ersten Mal, so weiß man nicht, welche Richtung man zuerst anvisieren soll. So bestaunten wir am Sonntag alles und jeden, besonders beeindruckend waren aber die bunteste Kirche Moskaus, die Basilius-Kathedrale auf dem Roten Platz, sowie weitere Kirchen im Kreml, die einem schier den Atem raubten. Russlands Kirchen sind wahrscheinlich die schönsten der Welt.

Am 27. April bemalten wir Ostereier – nun, nicht ganz. Denn dies war ein kleiner Teil. Denn Schüler und Lehrer des Gymnasiums stellten für uns ein ganzes Kulturprogramm zusammen, von Vorträgen und Gesprächen über Gesang und Tanz zu akrobatischer Gymnastik. Die Gastfreundschaft und der herzliche Empfang ließen uns eine Gänsehaut bekommen. Nach dem Pflanzen eines Freundschaftsbaumes mit den russischen Partnern schworen wir, in Kontakt zu bleiben. Nachmittags besuchten wir noch die Gedenkstätte auf dem deutschen Kriegsgräberfriedhof am Rande von Schelkowo, wo wir nach russischem Brauch in Gedenken an die Toten des Krieges rote Nelken niederlegten.

Während wir am nächsten Tag Sergiev Posad besuchten, das wichtigste Kloster Russlands, wanderten unsere Gedanken bereits weiter, zum Abend, zur Abschlussfeier mit den russischen Freunden. Alle hatten viel Spaß miteinander, aber dann Tränen in den Augen, weil wir wussten, dass der Abschied kam. Alle waren der Meinung, dass ein Wiedersehen bald nötig ist.

Schelkowo und Hemer sind zwar verschieden, zwei ganz unterschiedliche Städte in ganz unterschiedlichen Ländern. Und dennoch besitzen sie etwas, was sie verbindet, ihre Freundschaft.