Mit Tempo 120 über die Dorfstraße

Raser auf der Dorfstraße in Landhausen/ Am Osterbrauck
Raser auf der Dorfstraße in Landhausen/ Am Osterbrauck
Foto: IKZ

Hemer..  Die Messergebnisse könnten erschreckender nicht sein: Bis zu 80 Prozent der Autofahrer sind auf der Dorfstraße in Landhausen zu schnell unterwegs mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern. Nun fordern die heimischen Christdemokraten bauliche Gegenmaßnahmen.

Bürgerbeschwerden über die Raser am Ortseingang gab es schon immer, nun hat das städtische Tempomessgerät diese persönliche Temposchätzung bestätigt. Der sogenannte „Smiley“ hing im November zunächst drei Tage lang an der Dorfstraße zwischen TVL-Turnhalle und Einmündung Birkenweg stadtauswärts. Täglich befuhren rund 1900 Fahrzeuge die Kreisstraße. Nur rund 25 Prozent der Autofahrer hielten sich an die innerörtliche Geschwindigkeitsbegrenzung. 75 Prozent der Fahrer waren zu schnell. Für den Negativrekord sorgten elf Fahrzeuge, die zwischen 100 und 120 Stundenkilometer fuhren.

Kreisverkehr am Osterbrauck könnte Fahrer ausbremsen

Anschließend wurde auf der Gegenfahrbahn stadteinwärts gemessen. Auch hier waren täglich rund 1900 Fahrzeuge unterwegs. Hier hielten sich nur 20 Prozent der Fahrer an Tempo 50. Über 25 Prozent der Raser fuhren über 20 Stundenkilometer zu schnell, weitere zehn Prozent waren mehr als 30 Stundenkilometer zu schnell. Den Negativrekord stellten vier Fahrer mit Tempo 100 bis 110 auf. Folgen hatten die Geschwindigkeitsübertretungen keine, da die Stadt keine eigenen Radarkontrollen durchführen darf. Als erste Maßnahme wurde die Kreispolizeibehörde gebeten, die Radarkontrollen auf der Dorfstraße zu verstärken. Für die CDU-Ratsmitglieder Jörg Schulz und Tobias Kähler reicht dies jedoch nicht, zumal Kinder die Fahrbahn queren müssen, um zur Turnhalle des TV Landhausen zu gelangen, und auch Schulbusse am Osterbrauck halten.

Nach Bürgerversammlungen und Ortsterminen mit der Stadt sollen nun bauliche Maßnahmen geprüft werden. Vor allem die lange gerade Straßenführung verleitet zum Rasen vor bzw. nach dem Ortseingang. Eine Möglichkeit, das Tempo zu reduzieren, wäre der Bau eines Kreisverkehres an der Dorfstraße/ Am Osterbrauck. Dafür wäre dann allerdings Straßen NRW zuständig.