Mehr Verletzte im Straßenverkehr

Fünf Verletzte forderte ein schwerer Verkehrsunfall im Stephanopeler Tal. Drei Verletzte mussten mit Rettungshubschraubern in Spezialkliniken geflogen werden.
Fünf Verletzte forderte ein schwerer Verkehrsunfall im Stephanopeler Tal. Drei Verletzte mussten mit Rettungshubschraubern in Spezialkliniken geflogen werden.
Foto: IKZ

Hemer..  Die gute Nachricht zuerst: Im zweiten Jahr in Folge hat es auf den Hemeraner Straßen keinen Verkehrstoten gegeben. Die schlechte Nachricht: Die Zahl der Verletzten hat zugenommen und unter den Unfallopfern waren wieder vermehrt Kinder.

Die Hemeraner Polizei präsentierte am Montag wie überall im Land die Unfallstatistik des Jahres 2014. Dabei ist die Gesamtzahl der Unfälle mit 1108 nahezu konstant geblieben. Die Statistik sähe durch Abnahmen in allen Bereichen deutlich besser aus, wenn nicht die Zahl der Bagatellunfälle um zehn Prozent auf 800 gestiegen wäre. So ist die Zahl der Verkehrsunfälle mit Schwerverletzten von 22 auf 17 gesunken. Dabei sind aber mehr Personen schwer verletzt worden (24, im Vorjahr 20). Allein schon bei dem schwersten Unfall des Jahres am 6. Oktober im Stephanopeler Tal waren fünf Schwerverletzte zu beklagen. 107 Verkehrsteilnehmer (98) erlitten leichte Verletzungen.

Von 207 Unfallfluchten 46,4 Prozent aufgeklärt

Im vergangenen Jahr ereigneten sich 18 Verkehrsunfälle (Vorjahr 15) mit Kindern. Ein Kind wurde beim Überqueren der Iserlohner Straße in Westig von einem Auto erfasst und schwer verletzt. Bei Schulwegunfällen wurden zwei Kinder leicht verletzt. Jugendliche waren an zehn Unfällen (9) beteiligt, wobei sich 9 Jugendliche (8) leichte Verletzungen zuzogen. Einen leichten Rückgang verzeichnete die Polizei bei Verkehrsunfällen Junger Erwachsener: 66 statt 69. Allerdings stieg die Verletztenzahl von 23 auf 32 - auch eine Auswirkung des Stephanopeler Unfalls. Deutlicher ist die Abnahme bei den Unfällen mit Senioren und zwar von 69 auf 54. Zehn Senioren wurden leicht und zwei schwer verletzt. Zehn Motorradfahrer sind auf Hemers Straßen verunglückt (9), die Zahl der Schwerverletzten stieg von 2 auf 5.

„Wir haben noch zu viele Unfälle, die wollen wir vermeiden“, betont Hemers Polizeichef Jürgen Pretzlaff. So gebe es bei den Hauptunfallursachen weiter Handlungsbedarf. Immer mehr Autofahrer würden sich auch durch Handys ablenken lassen.

Ein Ärgernis bleiben auch die Unfallfluchten. Zwar ist deren Zahl um 21 auf 207 gesunken, aber nach wie vor sehr hoch. In neun Fällen flüchteten Fahrer sogar bei Verletzten. Die Aufklärungsquote lag in Hemer bei 46,4 Prozent.