Markenname gesucht für Landesgartenschau
02.08.2007 | 21:19 Uhr 2007-08-02T21:19:13+0200Hemer. (pk) Noch sucht die Landesgartenschau Hemer 2010 GmbH nach einem Logo, nach einem "denglischen Corporate Design". Hervorragende Fachleute aus Hemer und der Heimatregion werden mit dieser Aufgabe betraut, berichtet der Kulturmanager Hermann Sattler
Die GmbH hat ihren Firmensitz in der 2. Rathausetage, und wird sich bald in der ehemaligen Blücherkaserne ansiedeln, im Landesgarten ein Ort des Geschehens. Der zuerst mal benutzte Begriff "LaGa" werde "kategorisch nicht verwendet", erklärt Geschäftsführer Heiner Pierenkemper. Vom Sprachrhythmus her sei das bedauerlich, ergänzt Geschäftsführer Peter Friedrich: Aber "LaGa" sei wegen der Vorgeschichte mit dem Kriegsgefangenenlager Stalag VI A Hemer unmöglich. Sehr gründlich wird nun eine griffige und gute Bezeichnung für den Landesgarten am Felsenmeer geprüft.
Die solidarische Bürgerschaft habe den entscheidenden, überzeugenden Pusch bewirkt bei der Hemeraner Bewerbung um die Ausrichtung der Landesgartenschau 2010. Aus der heimischen Landwirtschaft hat man inzwischen bei der GmbH nachgefragt, wie man sich in die Veranstaltungsvielfalt einbringen könne. Da hat Peter Friedrich an die Schmalzbrote für die Gartenschau-Jury erinnert, mit denen Landfrauen die Kommission versorgt haben: "Auf solche Hilfen bleiben wir angewiesen."
Für ihn persönlich sei es eine "tolle Geschichte", dass er seine Behördenlaufbahn am Ende mit dem "Landesgartenschau-Job" bei einer privaten Firma beende, erklärt der 62-jährige Friedrich, der sich einst mit 58 Lenzen in den Vorruhestand verabschieden wollte, was Hemers Rat seinem Ersten Beigeordneten und Baudezernenten in einer Vakanzzeit nicht gewährte, nachdem sich Bürgermeister Heinz Öhmann nach Coesfeld umorientiert hatte.
Mit der Eröffnung der Landesgartenschau 2010 werde er seinen "Beigeordneten-Job abgeben", um nur noch Geschäftsführer der Landesgarten-GmbH zu sein. Ein halbes Jahr nach der Landesgartenschau werde er noch bleiben, bis alles penibel überprüft und abgewickelt sei, um danach in den Ruhestand zu gehen.
Die Stadt Hemer und die Landesgartenschau mit einem Investionsvolumen von über 40 Mio. Euro oder - laut BM Esken "echten 80 Mio. DM" - sind für Friedrich in seiner Doppelrolle als Geschäftsführer und Erster Beigeordneter "unheimlich eng miteinander verknüpft": "Wir sind eingebunden in eine Vielzahl städtischer Planungen."
Eine Katze lässt er aus dem Sack: Die Stadt habe die Absicht, Eigentümerin der Blücherkaserne und von Teilen des Truppenübungsplatzes zu werden. Das Zentrale Immobilien-Management werde diese Aufgabe übernehmen.
Die Machbarkeitsstudie für die Landesgartenschau Hemer 2010 ist europaweit ausgeschrieben. Bewerbungen sind bis zum 22. August möglich. Die ausgewählten Teilnehmer können ihre Vorschläge bis zum 7. November einreichen, am 11. Dezember tagt das Preisgericht. Peter Friedrich: "Weihnachten wird man wissen, wie die Landesgartenschau aussieht."
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