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Mädchenkantorei: „Ihr seid super drauf heute“

22.03.2011 | 15:31 Uhr
Mädchenkantorei: „Ihr seid super drauf heute“
Die Mädchenkantorei am Paderborner Dom war zu Gast in St. Peter und Paul. Foto: Hofbauer

Hemer.Gefühlvolle, glockenklare Mädchenstimmen erfüllten am Sonntagabend die St.-Peter-und-Paul-Kirche: Die Mädchenkantorei am Paderborner Dom war zu Gast und konzertierte eineinviertel Stunden lang.

Dem waren Vorbereitungen voraus gegangen, die etwa ein Jahr gedauert hatten. Organist Thomas Kick, seine Frau Stefanie Kühlmann-Kick sowie die Vorsitzenden des Förderkreises Haus Hemer Detlef Jürgens und Dietmar Tacke hatten von der Gründung der Kantorei im Oktober 2008 gehört und sich dafür engagiert, die sieben bis 18 Jahre alten Sängerinnen unter der Leitung der Domkantorin des hohen Doms zu Paderborn Gabriele Sichler-Karle nach Hemer zu hohlen.

Die Mädchenkantorei hat sich der Verkündigung des christlichen Glaubens durch Musik und Gesang verschrieben. Im Mittelpunkt steht dabei die vokalmusikalische Gestaltung der Liturgie. Die Mädchen proben zweimal pro Woche in vier verschiedenen Altersgruppen, regelmäßige Stimmbildung gehört bei den älteren Mädchen zur Förderung. Zusätzlich kommen die Älteren einmal im Monat zu einem Probensamstag zusammen.

Und dieses umfangreiche Proben merkten die Zuhörer beim Konzert in der voll besetzten Hemeraner Kirche. Zuvor hatte die Kirchenmusikerin und Diplom-Musikpädagogin Gabriele Sichler-Karle die Mädchen beim Einsingen im Haus Hemer auf das Konzert was Gesang und Motivation anging eingestimmt: „Ihr seid super drauf heute!“ Dann zogen die Mädchen - die Chorimprovisation „O Christe, der du bist das Licht“ nach Gunnar Erikson und Markus Utz singend - vom Haupteingang her in die Kirche ein. In ihren weißen Chorgewändern nahmen sie rund um den Altar Aufstellung.

Bei den weiteren Stücken standen sie weiter vorne, näher an den Zuhörern. Teilweise wurden sie bei ihren Stücken von dem stellvertretenden Paderborner Domorganisten Sebastian Freitag an der kleinen Truhenorgel begleitet. Zudem spielte Freitag einige Werke auf der großen Barockorgel auf der Empore, etwa Auszüge aus Felix Mendelssohn Bartholdys III. Orgelsonate A-Dur op. 65/3.

Charles Gounod, Arnolt Schlick, Johann Sebastian Bach, Antonin Dvorak, Patrick Fritz-Benzing - die Bandbreite der dargebotenen Stücke reichte vom 15. bis 20. Jahrhundert und brachte den Zuhörern die Themen „Bitte um Erbarmen und Frieden“, „Vom Leiden und Sterben Jesu“ und „Beim Herrn ist Zuversicht“ näher.

Die Mädchen sangen hochkonzentriert mit sanften und gefühlvollen Stimmen und doch mit einem vollen Klang. Die Zuhörer genossen die musikalischen Darbietungen - auch wenn nach Meinung vieler es dem Konzert gut getan hätte, wenn die Mädchen mehr zu hören gewesen wären als die Orgel - Sebastian Freitag spielte zum Teil sehr lange Stücke.

Von einem „rundum sehr gelungenen Konzert“ sprach nachher auch Stefanie Kühlmann-Kick. Das nächste vom Förderkreis Haus Hemer organisierte Konzert findet am 20. November um 17 Uhr statt: Esther Lorenz singt dann hebräische Lieder im Haus Hemer.

Katja Hofbauer

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