Machen 50 000 Euro Weg in die Türmchenvilla frei?

Hintereingang der Türmchenvilla mit defektem Aufzug
Hintereingang der Türmchenvilla mit defektem Aufzug
Foto: IKZ

Hemer..  Die Türmchenvilla zählt zu den prägenden Bauten der Innenstadt und zieht als Domizil des Standesamtes sowie des Schul- und Sportamtes immer wieder Bürgerinnen und Bürger an, die dort mehr oder weniger wichtige Anliegen erledigen müssen oder wollen. Allerdings haben es Behinderte in solchen Fällen schwer: denn das denkmalgeschützte Haus ist nicht barrierefrei zu betreten. Der Außenfahrstuhl am hinteren Eingang ist nicht funktionsfähig.

Als der Hauptausschuss am Dienstag darüber diskutierte, auf den 130 000 Euro teuren Ausbau des Sitzungssaales im Rathaus zu verzichten, hatte CDU-Fraktionschef Martin Gropengießer vorgeschlagen, 80 000 Euro des eingesparten Geldes für die neue Tribüne im Grohe-Forum zu verwenden (wir berichteten), die restlichen 50 000 für einen behindertengerechten Zugang zur Türmchenvilla. Gropengießers Vorschlag war bei den anderen Fraktionen weder auf strikte Ablehnung noch auf Begeisterung gestoßen. Zumindest ging aber die Empfehlung an die Verwaltung, zu prüfen, wie der problemlose Zugang zur Türmchenvilla ermöglicht werden kann.

Wie Baudezernentin Andrea Wolf der Heimatzeitung erläuterte, haben Vorüberlegungen sogar schon im Vorfeld der Sitzung stattgefunden. Der Anbau eines neuen Aufzuges, der allein schon als Schutz vor Vandalismus komplett verkleidet sein müsste, komme aus Gründen des Denkmalschutzes wohl nicht infrage. Und mit einer Rampe für Rollstühle und Rollatoren als Zugang von außen sei es auch nicht getan. Nötig sei auch zusätzliche Barrieren im Inneren zu beseitigen, zu zum Beispiel bei den Toiletten. Des Gesamtkosten würden in Kürze ermittelt.

Erst dann wird sich zeigen, ob die von der CDU ins Spiel gebrachten 50 000 Euro ausreichend sind.