Lindenallee wird nicht einseitig verschwinden
09.05.2008 | 20:00 Uhr 2008-05-09T20:00:00+0200
Hemer.Es ist ein Kompromiss zwischen Alt und Neu: Ein Drittel der Allee an der Ostenschlahstraße soll erhalten bleiben, allerdings nicht wie ursprünglich geplant nur auf einer Seite.
Die Beschlüsse in der Mammutsitzung des Ausschusses für Stadtplanung, Umwelt und Verkehr waren ein Spiegelbild künftiger Großbaustellen. Zur Landesgartenschau und dem Seuthe-Fachmarktzentrum (wir berichteten) kommen Hademareplatz und Ostenschlahstraße.
Auf dem Hademareplatz wird ab Jahresende ein Großparkplatz für das künftige Hademarecenter (ehemals Extra) gebaut. Problematisch ist vor allem die Zufahrt von der Bahnhofstraße. Die Tiefgarageneinfahrt dort wird geschlossen. Neben der jetzigen Hallenbadeinfahrt soll es eine weitere Zufahrt an der Kreuzung Ostenschlahstraße geben. Als Mischverkehrsfläche sollen dort Fußgänger und Autos gleichberechtigt sein. Kritik an dieser Zufahrt gab es im Ausschuss nicht. Rund um den Stadtkern wird das marode rote Pflaster ausgetauscht. Direkt an der Einmündung Ostenschlahstraße wird eine neue, kleine Grünfläche mit Allee und Weg gebaut. Auf dem Bahngelände sind für die LaGa 210 provisorische Pkw- und 11 Busstellplätze vorgesehen (der Großteil der Parkplätze befindet sich an der Kaserne). Landschaftsarchitekt Peter Köster stellte die Politiker vor Baumalternativen für die Ostenschlahstraße, denn wegen der hohen Wurzeln können bei der Verbreiterung der Gehwege nicht alle Bäume erhalten werden. Die ursprüngliche Idee, die Bäume nur einseitig zu erhalten, favorisierte er nicht: „Der Alleecharakter geht verloren”. Nun soll von den 50 Linden rund ein Drittel jeweils gegenüberliegend stehen bleiben. Dazwischen werden neue Alleebäume gepflanzt, deutlich mehr als bisher und standortgerechter. Dadurch können später auch die alten Bäume ausgetauscht werden.
Großbaustelle 4: Der Bebauungsplan für die neue Straße hinter dem Nöllenhofcenter und den Umbau der Kreuzung Ostenschlahstraße wurde beschlossen und wird nun öffentlich ausgelegt.
Großbaustelle 5: Durch die Kaserne wird von der Ostenschlahstraße zum Ennertsweg eine neue Entlastungstrasse gebaut. Dadurch wird der Durchgangsverkehr vom Ennertsweg genommen. Der Ausschuss beschloss das Verkehrskonzept Mitte-Ost mit Abriegelung des Ennertsweges in Höhe Falkenweg und Aufhebung der Einbahnstraßenregelungen. Randbaustellen: Der Friedenspark wird zur Gartenschau herausgeputzt. Die Hauptwege werden saniert und teilweise verlegt. Das Waldgebiet am Altenheim wird zugänglich gemacht. Der Spielplatz wird um ein integratives Spielgerät erweitert. Bereits bestellt ist der Senioren-Bewegungsparcours neben der Boule-Bahn. Der Naturschutzbund möchte eine Wildblumenwiese anlegen, auch der Teich wird renaturiert. Noch eine weitere Baustelle wollte Baudezernent Peter Friedrich auf keinen Fall aufmachen: Die probeweise Öffnung der Hauptstraße zwischen Poststraße und An der Steinert. „Die Anträge kommen zur Unzeit”, sagte er zu entsprechenden Anträgen von UWG und FDP. Zunächst soll die Entwicklung durch das Hademarecenter abgewartet. Gegen die Stimmen der UWG wurde der Antrag zurückgestellt. Abgelehnt wurde auch der von der UWG beantragte Bürgerwald. Das Projekt sei zu aufwendig und kostenintensiv, so die Stadtverwaltung. Der Babywald des IKZ sei eine gute Alternative. Erfolg hatte die FDP mit ihrem Antrag auf Verzicht von Sondernutzungsgebühren. Bis Ende 2010 verzichtet die Stadt auf Gebühren für die Außengastronomie und für Warenauslagen vor den Geschäften.
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