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Mittsommernacht

Licht, Stille und Poesie

22.06.2010 | 15:06 Uhr
Licht, Stille und Poesie
Mittsommernacht auf der Landesgartenschau: Nächtlicher Rundgang mit dem Förderverein. Foto: Töpel

Hemer. Kein strahlender Sonnenschein und kein Trubel, stattdessen ein Mond, der immer wieder aus den Wolken herauslugte, eindrucksvolle Lichteffekte und gut ausgewählte Musik- und Poetry-Slameinlagen. „Pflücke die Nacht“, und nicht „Pflücke den Tag“, oder eben: „Zauber der Mittsommernacht“.Eines wurde für den Förderverein Landesgartenschau als Veranstalter schnell deutlich. Kaum war die Tour in den Nachtstunden bekannt, war sie auch schon ausgebucht. Deshalb muss eine Wiederholung in ähnlicher Form her.

Sonnenbrillen für einen schönen Tag auf der LGS blieben am Montag zu Hause, stattdessen wurden Taschenlampen eingepackt. Damit war vor allen derjenige gut be­raten, der nicht mitten im Tross mitgehen wollte, sondern sich lieber ein bisschen abseits hielt, um auch mal stille Momente genießen zu können. So ließ sich die ganz besondere Stimmung genießen, die sich bei Dunkelheit auf dem Gelände ausbreitete.

Vor allem entlang des Weges von der Himmelstreppe bis zum Städtemosaik ließ sich mancher gern gefangen nehmen von den wunderschönen visuellen Reizen. In verschiedenen Farben wurden die Bäume von unten bis hinauf in die Wipfel angestrahlt; „Wunderbar gespenstisch“ sagten die einen, „fantastisch“ die anderen, - auf jeden Fall außergewöhnlich. Und die gute Nachricht kam von LGS-Geschäftsführer Ralf Schweinsberg: Die Lichteffekte bleiben bis zum Ende der LGS am 24. Oktober.

Gestartet wurde auf dem Forumsplatz, wo Bürgermeister Michael Esken sowie Eckardt Lüblinghoff und Ellen Schulte vom Förderverein die Gäste auf die Reise schickten, unter dem Motto „Pflücke die Nacht“. Der Rektor des Woeste-Gymnasiums hatte zudem Lehrer und Schüler gewinnen können, die das Rahmenprogramm gestalteten.

Mit einem sogenannten Poetry Slam unter dem Titel „Wenn wir ein Tier wären“ begann Thorsten Jakob direkt am Grohe-Forum, während Hannah Knaup auf die Sojus-Raumkapsel kletterte und ihre irische Flöte einsetzte, um ein Highlight zu setzen. Andreas und Udo Hagenhoff (beide Gitarre) machten die Himmelstreppe und später noch den Park der Sinne zu ihrer Bühne. Auf der Hönnetalbühne war es wieder Hannah Knaup, die mit der Querflöte unterhielt; einen weiteren Slam gab es am Café Kaja von Philipp Gesing: „Eine Bombe in Paris“. Höhepunkte gab es zudem am Jübergturm, als Jörg Segtrop vom Turm aus Charpentiers Eurovisionsfanfare spielte. Der Vokalkurs sang zum Abschluss „Guten Abend, gut’ Nacht“.

Und nachdem in Hemer der Zauber der Mittsommernacht gefeiert wurde, kann einem echten Sommer nichts mehr im Weg stehen, Lüblinghoff weiß es: „Bisher haben wir immer mal eine kleine Ahnung davon bekommen, was Sommer bedeuten könnte, aber jetzt wird es Sommer!“

Carmen Fürstenau

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