LGS als einzigartiges Sommermärchen
23.10.2010 | 10:40 Uhr 2010-10-23T10:40:00+0200
Hemer.Der Boden für die blühende Großveranstaltung war durch ein Konzept mit zahlreichen Attraktionen für alle Generationen bestens bestellt, die Saat ging durch das Engagement der Bürger in voller Pracht auf.
Blickt man allein auf das nüchterne Ernteergebnis, dann hat der 15. NRW-Garten seit dem Traumstart am 17. April alle Erwartungen übertroffen. 450000 Besucher waren in der Machbarkeitsstudie erwartet worden, bei kalkulierten 750000 sollten auch die Sorgenfalten des Kämmerers weniger werden. Mit über einer Million Gästen gehört Hemer nun zu den erfolgreichsten Landesgartenschauen in Deutschland.
27081 Bürger hatten den Stellenwert der 191 Urlaubstage vor der Haustür früh erkannt und sich eine Dauerkarte gesichert - eine Rekordzahl.
An 28 Tagen wurde die Marke von 10000 Besuchern überschritten. Der erste Rekordtag mit 18635 Besuchern an Fronleichnam konnte am 3. Oktober mit 20443 Besuchern noch übertroffen werden. Wer hätte das in Anbetracht ganz anderer Rekorde gedacht: Auf den härtesten Winter seit 100 Jahren folgten der heißeste Juli und der regenreichste August. Der blühenden Großveranstaltung konnten diese Wetterkapriolen nicht schaden.
Doch der Wert lässt sich nicht in Zahlen ausdrücken. Die Landesgartenschau hat durch die vielen Baustellen das Gesicht der Stadt nachhaltig verändert, ihr einen Entwicklungsschub von mehreren Jahrzehnten beschert.
Aus der ehemaligen Blücher-Kaserne ist ein neuer Stadtteil für Wohnen, Gewerbe und eben jenem Herzstück für Freizeit, Erholung und Natur geworden. Dabei haben sich die Attraktionen wie Skatepark, Spielplätze, Jübergturm und Park der Sinne als Alleinstellungsmerkmale behauptet.
Die Landesgartenschau hat eine neue Lebensqualität in die Felsenmeerstadt gebracht. Und sie hat es geschafft, Emotionen zu wecken und die Menschen zu verändern: Sie zeigen ein neues Hemeraner Wir-Gefühl und Engagement für ihre LGS-Stadt.
Darauf lässt sich auch 2011 bauen, wenn der neue LGS-Park wie zum Abschiedstrost wieder einlädt: „Pflücke den Tag!“
22:17
Mit Wehmut muss ich akzeptieren, dass die LGS nun vorbei ist, aber was bleibt sind die tollen Veränderungen in unserer Stadt. Auf dem LGS-Gelände, in der Stadt und in den Köpfen der Bürger.
Früher habe ich als zugezogener Hemeraner immer gesagt: Ich wohne in Hemer, aber fast an der Grenze zu Iserlohn. Heute sage ich stolz: Ich komme aus HEMER!
Mein Dank gilt alles, die an der LGS mitgewirkt haben, allen voran Bürgermeister Esken. Ein echter Glücksfall für Hemer!