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DKMS feiert 18000....

Lebensretterin für einen Jungen in den USA

29.08.2009 | 06:00 Uhr
Lebensretterin für einen Jungen in den USA

Hemer/ Dresden. „Ich möchte diesen Jungen so gerne retten”, sagt Petra Isenberg aus Deilinghofen. Schon drei Mal hat sie Knochenmark bzw. Stammzellen gespendet. In Dresden wurde sie als 18000. DKMS-Spenderin und Lebensretterin gefeiert.

Sie ist 39 Jahre alt, Bürokauffrau, Mutter einer 15-jährigen Tochter und wohnt in Deilinghofen: Die deutsche DKMS-Jubiläumsspenderin Petra Isenberg. Im Juli 2002 ließ sie sich typisieren - damals bei einer Aktion für den kleinen Tim aus Hemer. „Dem Jungen geht es heute bestens, ich freue mich immer, ihn auf der Straße spielen zu sehen”.

Inzwischen hat Petra selbst bereits zum dritten Mal für einen 16-jährigen Jungen in den USA gespendet, ein Mal Knochenmark und zwei Mal Stammzellen. Ein Fall, der sehr selten ist. Die letzte Stammzellentnahme fand jüngst am 10. August in der Uniklinik Dresden statt und war die insgesamt 18 000. Ent-nahme der DKMS.

Die Mutter des Patienten, der an Schwerer Aplastischer Anämie leidet, hat ihr bereits anonym geschrieben. „Sie sagt, sie betet jeden Tag für mich. Das hat mich zutiefst berührt. Ich kann sie so gut verstehen, denn ich habe ja selbst eine Tochter in dem Alter."”

Eines steht für die Dreifachspenderin fest: „Wir alle können froh sein, dass wir gesund sind und sollten niemals vergessen, dass jeder von uns Morgen der Nächste sein kann.”

Petra Isenberg ließ sich im Juli 2002 in die DKMS aufnehmen, bei der großen Typisierungsaktion für Tim auf der Feuerwache. Sechs Jahre später dann der Treffer: Die Sauerländerin spendete am 10. September 2008 in Hameln zunächst Knochenmark, danach noch zwei Mal Stammzellen in Dresden. „Ich habe mir vorher fünf Tage lang einen Wachstumsfaktor gespritzt, der die Produktion meiner Blutstammzellen angeregt hat. Die Entnahme selbst, bei der die Stammzellen - ähnlich wie bei einer Blutwäsche - mit einem Seperator aus meinem Blut gefiltert wurden, hat nur dreieinhalb Stunden gedauert. Danach war ich ein wenig schlapp und müde, aber am nächsten Tag ging es mir schon wieder total gut, so als wäre nichts gewesen.”

Dass ihre Gewebemerkmale zu „ihrem” Patienten passen, ist für die Spenderin ein herausragendes Gefühl: „Es ist toll zu wissen, dass ich einen ‚genetischen Zwilling' habe. Ich bin glücklich, dass ich vielleicht sein Leben retten kann. Ich würde es wieder tun.”

Mittlerweile spenden täglich mindestens acht DKMS-Spender Stammzellen oder Knochenmark und geben leukämiekranken Menschen eine zweite Lebenschance. Doch leider findet immer noch jeder fünfte Patient keinen passenden Spender, denn für eine erfolgreiche Transplantation müssen die Gewebemerkmale des Stammzellspenders nahezu vollständig mit denen des Patienten übereinstimmen. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Übereinstimmung liegt zwischen 1:20000 und 1: mehreren Millionen.

Ein Ansporn für die DKMS, sich nicht auf dem Erfolg auszuruhen, sondern weiter zu machen, mit dem Ziel: für jeden Patienten einen passenden Stammzell- oder Knochenmarkspender zu finden. Jeder, der sich typisieren lässt, kann zum Lebensretter werden - wie Petra Isenberg aus Deilinghofen.

IKZ Hemer

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29.08.2009
19:40
Lebensretterin für einen Jungen in den USA
von stefan1301 | #2

Hi Petra, auch ich finde das ganz toll. Ich weiß was das für dich bedeutet und was man auf sich nimmt. Ich habe mich damals bei der gleichen Aktion, die Einweihung der Feuerwehrwache, Typisieren lassen. Und ich hatte auch schon das Glück für jemanden zu spenden.
Dein ehemaliger Schulkollege Stefan B.

29.08.2009
19:04
Lebensretterin für einen Jungen in den USA
von Sechziger1904 | #1

Liebe Petra, oben steht sie sagt, sie betet jeden Tag für mich. Gut dass das so ist.
Ich bin stolz auf dich!
Dein Pastor, der Dich in der Stephanuskirche konfirmierte (usw.).

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