Landesgartenschau macht Hemer stolz
24.10.2010 | 23:52 Uhr 2010-10-24T23:52:00+0200
Hemer.191 Tage ist es her, dass die Landesgartenschau ihre Tore öffnete und für Hemer ein unvergessliches Sommermärchen begann. Sonntag strömten Tausende Menschen auf das Gelände, um die große Abschlussfeier zu erleben.
Die Stühle vor der Bühne füllen sich, viele Menschen stehen auf dem Forumsplatz, viele mehr auf der Rasentreppe: Sie alle haben den Zauber der Verwandlung in Hemer erlebt, sind ein Teil von ihm geworden und wollen den Abschied nicht versäumen. Die Kälte kann sie nicht schrecken, ebenso wenig die kleinen Schauer, die schnell weiterziehen.
Zwei Menschen aber fehlen. „Die Landesgartenschau GmbH und die Stadt trauern um zwei Mitarbeiter der LGS“, sagt Bürgermeister Michael Esken, „Siegfried Tomczak und Karl-Heinz Schinella. Wir haben zwei Menschen verloren, die die Landesgartenschau gelebt, geliebt und gefördert haben“. Seine aufrichtige Anteilnahme sowie die aller Hemeraner gelte den Familien und Freunden der beiden, die bei einem Unglück in Hanoi ihr Leben verloren haben. Mit einem stillen Gebet gedenken die Menschen in der Landesgartenschau Siegfried Tomczak und Karl-Heinz Schinella.
Vor 191 Tagen, erinnert sich Michael Esken nach einer Pause, da hat er an der gleichen Stelle gestanden und auf ein Sommermärchen für Hemer, den Märkischen Kreis, für das Sauerland, für Südwestfalen und natürlich auch für Nordrhein-Westfalen gehofft. „Es ist geschafft. Hemer ist zur Millionenstadt avanciert, wir sind glücklich und stolz“.
Millionenstadt
1 050 326 Besucher haben den Zauber der Verwandlung erlebt, 13 586 kamen allein gestern noch einmal in den NRW-Garten - ungezählt die Menschen, die zum großen Festakt kamen.
„Zum Schluss von allem das Beste“ war die Abschlussfeier überschrieben. Und dass die LGS Hemer Wellen weit über die Stadtgrenzen hinaus geschlagen hat, das konnte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft nur bestätigen: „Das Ereignis gehört dem ganzen Land“. Viele Menschen habe sie getroffen, die begeistert von dem NRW-Garten im Sauerland berichtet hätten. „Daran erkennt man, was bürgerschaftliches Engagement möglich machen kann“, sagte Kraft. Und die Ministerpräsidentin dankte auch der vormaligen Landesregierung für die Unterstützung, deren ehemaliger Umweltminister und jetziger Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg unter den zahlreichen Ehrengästen im Publikum saß.
Was sich im vergangenen halben Jahr auf der Landesgartenschau alles ereignet hat, das erlebte die Ministerpräsidentin gestern Abend: Auf der großen LED-Leinwand verfolgte das Publikum Gärtnerin Melanie Neumann bei ihrer Arbeit. Die Zuschauer hielten den Atem an, als Chris Böhm aus Lörrach (deutscher Vizemeister im BMX-Flatland) Schwindel erregende Moves auf seinem Bike zeigte, als die Sportholzfäller Frank Hillemacher und Markus Backes einen eindrucksvollen Rückblick auf das Halbfinale der Stihl-Timbersports-Series hielten, lachten bei Klemens Schulte-Vierkötters Bauernbilanz. Auf der LED-Leinwand verabschiedete sich Raudi Raupe, verzaubert zum Schmetterling.
Auf dieser Leinwand erlebten die Zuschauer auch noch einmal etwas zu ausgiebig die großen Veranstaltungen wie die Konzerte von Silbermond oder Unheilig sowie das Wortklang-Festival. Die Band „Nobel Composition“ spielte die größten LGS-Hits. Und auch 2011 - im neuen Gartenschaupark - soll es weitergehen: Am 2. Juli treten Luxuslärm auf. Es soll nicht das einzige Konzert bleiben. Noch in diesem Jahr - am 17. und 18. Dezember - ist ein Weihnachtsmarkt auf dem Forumsplatz geplant. Und in zehn Jahren, sagte Erster Beigeordneter Guido Forsting, ist ein neuer Stadtteil entstanden.
Neuer Stadtteil
Eine Erfolgsgeschichte, die ohne die Hilfe von über 2000 ehrenamtlichen Helfern nicht möglich gewesen wäre. Daran möchte auch Zülpich anknüpfen: Dort wird 2014 die nächste Landesgartenschau stattfinden, und Michael Esken überreichte mit Hannelore Kraft symbolisch den Spaten an Zülpichs Bürgermeister Albert Bergmann.
Schön anzusehen und auch ein bisschen emotional war es, als sich die Bühne mit den LGS-Mitarbeitern, dem Kinderchor der Musikschule und Schlagerstar Sandy Wagner füllte. Der Sänger sang das LGS-Lied „Dein Tag“, unterstützt von hellen Kinderstimmen. Ist es wirklich schon 191 Tage her, als dieser Song auch zur Eröffnung der LGS gesungen wurde? Ein farbenprächtiges Feuerwerk - auch zu Ehren der beiden verstorbenen Pyrotechniker - war der krönende Abschluss der Gartenschau.
20:53
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06:16
@3 er hat dem hemeraner erfolg immer noch nicht verkraftet
00:24
Jetzt darf man gespannt sein, wie die Nachnutzung geregelt wird. Hoffentlich geht das gut!
12:59
Danke!
11:13
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Esken, liebe Mitarbeiter und freiwilligen Helfer bei der LGS: herzlichen Dank !!!!! Die gesamte LGS war ein tolles und unvergessliches Ereignis.
11:08
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10:37
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08:52
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