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CDU-Diskussionsrunde

"Kommt die Gesamtschule, überleben Hauptschulen nicht"

03.04.2008 | 14:25 Uhr
"Kommt die Gesamtschule, überleben Hauptschulen nicht"

Hemer. Was bedeutet eine Gesamtschule für Hemer? Diese Frage stand im Mittelpunkt der CDU-Diskussionsrunde im Hotel Meise.

Als Referenten fungierten NRW-Schulpolitikerin Ursula Doppmeier, Klaus Schwung vom Philologenverband und Ute Grothe als frühere Rektorin der Hauptschule Urbecker Straße. Das Thema Gesamtschule bewegt die Gemüter in der Stadt, und da der Schulausschuss in seiner Sitzung am 27. Februar die Elternbefragung beschlossen hat, will die heimische Politik zum Thema aufklären. Den Anfang machte die CDU.

Mindestens 112 Anmeldungen

 112 Anmeldungen müsste es für eine Gesamtschule mindestens geben, und das Interesse darf nicht nur von Eltern kommen, die ihre Kinder ansonsten an einer Hauptschule anmelden würden. „An einer Gesamtschule muss es eine differenzierte Schülerschaft geben. Auch Kinder mit Realschul- und Gymnasiumempfehlung müssen die Gesamtschule besuchen”, erklärte Ursula Doppmeier, und das war vielen Gästen der Infoveranstaltung gar nicht bekannt. Wenn das Interesse nur von Eltern komme, deren Kinder die Hauptschulempfehlung haben, könne die Bezirksregierung die Gesamtschule gar nicht genehmigen, so die Schulpolitikerin. Wichtig sei für die Eltern weiterhin zu wissen, dass es sich bei einer Hemeraner Gesamtschule nicht um eine Ganztagsschule handle.

Kleines System das Allerwichtigste

 „Das Allerwichtigste ist das kleine System, in dem sich das Kind schnell zurechfindet”, sagte die frühere Hauptschulleiterin Ute Grothe auf die Frage eines Vaters, welche Schulform für sein Kind denn die bessere sei - Hauptschule oder Gesamtschule. Die Hauptschule sei heute keine Einbahnstraße mehr, betonte Ute Grothe, alle Ziele seien auch von der Hauptschule her zu erreichen. Regelmäßig würden Kinder in der Orientierungsstufe oder nach der 10. Klasse zur Realschule wechseln und ihren weiteren Weg gehen. Eine Mutter, die bereits drei Kinder auf der Gesamtschule in Iserlohn hat, sieht den Vorteil der Gesamtschule darin, dass Kinder mit besseren Schulnoten, die durchaus auch die Realschule oder das Gymnasium besuchen könnten, nicht plötzlich die Schule wechseln müssten und in ihrer gewohnten Umgebung bleiben könnten.

Hauptschulen werden nicht überleben

 „Wenn in Hemer eine Gesamtschule eingerichtet wird, werden die beiden Hauptschulen nicht überleben. Vielleicht eine mit Not, aber auch nur am Tropf. Und auch die Realschule wird leiden”, sagte Klaus Schwung. „Was macht die CDU, wenn die Elternbefragung ergibt, dass die Hemeraner eine Gesamtschule wollen”, fragte Hermann-Josef Geismann aus dem Publikum. CDU-Vorsitzender Martin Gropengießer dazu: „Der Elternwille ist uns wichtig!”

Carmen Fürstenau

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Kommentare
04.04.2008
17:21
Kommt die Gesamtschule, überleben Hauptschulen nicht
von Christoph Ramb | #9

Ich finde übrigens, dass alle Beiträge im Forum nur unter den Klarnamen der Autoren erscheinen sollten. Gibt es hier etwa jemanden, der Angst hat, enttarnt zu werden?

04.04.2008
07:46
Kommt die Gesamtschule, überleben Hauptschulen nicht
von Hemer31 | #8

Lieber Herr Ramb, ich unterstütze kräftigst Ihren Kommentar. sie sprechen mir inhaltlich aus der Seele, ich hätte es nicht so gut formulieren können. Ich entnehme Ihren Zeilen, dass die SPD einem ideologischen Gespenst hinterherläuft. Dass habe ich bereits oben mit meinen Worten geschrieben. Dafür gibt es von den Ideologen der SPD gleich immer einen auf die Mütze unter einem Kunstnamen hier im Forum. Nochmals danke für Ihre sachliche Darstellung und jetzt habe ich den Wunsch, dass die Eltern in Hemer sich für die vorhandenen Schulen aussprechen!

04.04.2008
06:10
Kommt die Gesamtschule, überleben Hauptschulen nicht
von Christoph Ramb | #7

Eine Gesamtschule in Halbtagsform hat keine guten Arbeits- und Startbedingungen. Das Problem ist doch, dass sich eine Gesamtschule in Hemer neben den drei lange etablierten Schulformen des dreigliedrigen Systems behaupten müsste, weil die SPD nicht den Mumm besitzt, einen Schließungsantrag für mindestens beide Hauptschulen und die Realschule zu stellen.
Die sinnvolle Vorgabe der derzeitigen Landesregierung, dass mindestens auch 37-38 Eltern, deren Kinder eine Gymnasialempfehlung von der Grundschule erhalten, ihre Kinder an einer neuen Gesamtschule anmelden müssten, lässt die Neuerrichtung einer Gesamtschule in Hemer allerdings wie in z.B. Siegburg wahrscheinlich scheitern.
Ich finde es beschämend, dass in Hemer der Elternwille instrumentalisiert wird, um einen ideologischen Grabenkrieg aus den 70er Jahren neu aufzulegen.
Viel entscheidender wäre m.E., dass alle (!!!) Kinder optimale Chancen und eine individuelle Förderung erhalten und dass der Staat (Stadt + Land) die eklatante soziale Ungleichheit bei den Bildungschancen, die es auch in Hemer gibt, durch geeignete Maßnahmen - z.B. Sponsorenpool für die Hauptschule und die Realschule - ausgleicht. Hier sollten die Parteien ihre Kontakte und Enrgien einbringen.
Keine Schulform kann für sich reklamieren (vgl. zuletzt Helmut Fend in: DIE ZEIT), systemisch die beste Schule zu sein. Optimale Chancen (auch finanzielle Unterstützungen wie Stipendien) und individuelle Förderung sowie die Kompetenzen, die Kinder erwerben, entscheiden über den späteren beruflichen Erfolg und nicht, welche Schulform ein Kind besucht hat.

03.04.2008
23:04
Kommt die Gesamtschule, überleben Hauptschulen nicht
von Wurlecker | #6

Wie verbohrt muss man sein. Dann ist die Gesamtschule eben eine Halbtagsschule, wo liegt das Problem?
Da entsteht sogar Einsparpotential.

03.04.2008
20:42
Blockierter Kommentar.
von marwang | #5

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

03.04.2008
19:41
Kommt die Gesamtschule, überleben Hauptschulen nicht
von Hemer31 | #4

Es geht nicht um die Bildungspolitik des Landes. Es geht um Hemer. Und hier bei uns würde eine Gesamtschule wie von der SPD gefordert als Halbtagsschule gebaut werden. Und somit schadet die SPD unserer Stadt mit ihrer ideologischen Forderung. Ich hoffe, dass das die Bürgerinnen und Bürger erkennen und der SPD hier zeigen: Wir wollen keine Gesamtschule. Wir wollen unsere Schulen am Ort stärken und behalten.

03.04.2008
17:56
Kommt die Gesamtschule, überleben Hauptschulen nicht
von hemer32 | #3

So ein Schwachsinn von hemer31. Die SPD in Hemer kann doch nichts für die verfehlte Bildungspolitik der schwarz-gelben Landesregierung. Die letzten Schul-Ideologen in Düsseldorf werden spätestens in 2010 erleben, was Koch in Hessen schon hinter sich hat. Der hat die Landtagswahlen in Hessen im wesentlichen wg. der Bildungspolitik verloren.

03.04.2008
17:45
Blockierter Kommentar.
von marwang | #2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

03.04.2008
15:15
Kommt die Gesamtschule, überleben Hauptschulen nicht
von Hemer31 | #1

So, jetzt wissen wir endlich, was uns die SPD-Hemer bisher verschwiegen hat: Eine mögliche Gesamtschule in Hemer ist keine Ganztagsschule sondern eine Halbtagsschule. Aus diesem Grunde muss man jetzt wohl ganz sicher gegen die Gesamtschule für Hemer sein!!!!!

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