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Kleingärtner geben auf der LGS viele Tipps

18.11.2009 | 15:41 Uhr
Kleingärtner geben auf der LGS viele Tipps

Hemer. Gartenzwerge, akkurat gestutzte Hecken und Spießigkeit – das Klischee vom Kleingarten schwirrt noch in vielen Köpfen. Auf der Landesgartenschau können sich die Besucher vom Gegenteil überzeugen lassen.

Im „Freizeitgarten“ der NRW Landesverbände der Gartenbauvereine und der Kleingärtner geht es feurig, fruchtig und kunterbunt zu. In einer Serie stellt die LGS die Themengärten vor.

Ob „verrückte Tomatensorten“ oder violette Möhren – in der rund 430 Quadratmeter großen Parzelle zeigen die beiden Landesverbände vor allem, wie Gartenfreunde durch Eigenanbau Abwechslung in ihren Speisenplan bringen können. „Wir bepflanzen insgesamt zwölf Beete“, erklärt die Gartenbau-Ingenieurin Franziska Stellmach. Sieben Pflanzflächen sind dabei dem kulinarischen Aspekt gewidmet: Auf der Menükarte stehen etwa würzige und kräftige Kräuter als „I-Tüpfelchen“einer Mahlzeit.

Gegenüber, gleich neben dem Gewächshaus, gedeihen feurige, scharfe und milde Paprika-Sorten. Und auch Ufos, Satelliten, Spaghetti und Turbane machen diesen Themengarten interessant – in Form von dekorativen Speise- und Zierkürbissen. Auch Anregungen für die eigene Gartengestaltung kommen im Freizeitgarten nicht zu kurz. Was verbirgt sich eigentlich hinter den Samentütchen mit phantasievollen Aufschriften wie „Meeresrauschen“ oder „Sommerträume“? Wie bepflanze ich Blumenkübel richtig? Nicht nur diese Fragen werden im Freizeitgarten selbstverständlich umfangreich, garniert mit Tipps und Tricks, beantwortet.

Das Besondere hier: An jedem der 191 Gartenschau-Tage vom 17. April bis 24. Oktober 2010 sind Ansprechpartner der beiden Landesverbände vor Ort. Und zwar wird im rund 25 Quadratmeter großen „Gartensalon“ mit Holzterrasse und Sitzgelegenheiten ausgiebig gefachsimpelt.

„Die Pflege und Beratung übernehmen die Bezirksverbände im wöchentlichen Wechsel“, erklärt Hubert Mersch, Geschäftsführer des Landesverbandes der Gartenbauvereine NRW. „Wir freuen uns riesig auf die Landesgartenschau in Hemer und darauf, Werbung für den Freizeitgartenbau zu machen“, sagt Mersch. „Und natürlich möchten wir auch die Jugend mit ins Boot holen“, ergänzt Werner Heidemann, Geschäftsführer des Landesverbands Westfalen und Lippe der Kleingärtner. Mit Spießbürgertum, da sind sich die beiden Geschäftsführer einig, haben Freizeitgärtner nichts zu tun. Eigener Obst- und Gemüseanbau liegen im Trend, genauso wie die Erholung im Garten und in der Natur.

Ralf Engel

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