Kleines „Wispa-Festivälchen“ kam groß an

Wispa-Festivälchen in Deilinghofen
Wispa-Festivälchen in Deilinghofen
Foto: IKZ

Deilinghofen..  Bestes Wetter, gut gelaunte Musikfans und jede Menge Musik, das hätte einem sicherlich gut gefallen – Winfried „Wispa“ Spanke. Das Wochenende nach Fronleichnam stand auf der Frönsberger Höhe jahrzehntelang im Zeichen der Musik, da dort zu dem mehrtägigen Wispa-Festival eingeladen wurde. Musikliebhaber aus nah und fern genossen dort gemeinsam ein paar unbeschwerte Stunden.

Nach dem viel zu frühen Tod des Festivalerfinders und Namensgebers Wispa Spanke setzten seine Mitstreiter des Wispa-Vereins nun alles auf einen Neuanfang. „Back to the roots“ lautete dabei das Motto, alles sollte einfach wieder kleiner und intimer werden. Und dieser Plan ging auf! Am vergangenen Freitag feierten die „Wisparaner“ ein kleines, aber feines „Festivälchen“, wie sie es liebevoll umschrieben.

Von Deutschrock über Country bis Folk

Lange hatten die Organisatoren nach einem geeigneten Gelände gesucht und wurden schließlich in Deilinghofen auf dem alten Sportplatz der einstigen englischen Kaserne, der mittlerweile als Jedermannwiese genutzt wird, fündig. Nachdem die Location stand, waren auch die Bands schnell gefunden, stehen sie doch üblicherweise Schlange, wenn der Wispa-Verein einlädt.

Zahlreiche Wegbegleiter Wispas gaben sich auf der Bühne das Mikrofon in die Hand. Der Hemeraner Liedermacher Jürgen Koch Janson machte am Freitagnachmittag den Anfang auf dem zur Bühne umfunktionierten Anhänger. Anschließend hieß es Bühne frei für „Phätt“, die mit ihrer Mischung aus deutschem Pop und Rock begeisterten. Spaß auf der Bühne hatte auch das Iserlohner Duo „Hot Corn Gamblers“, das im Country-Stil unterhielt und zum Mitsingen einlud.

Einen Heimvorteil hatte die Hemeraner Band „Konsorten“ mit ihrem dargebotenen Folk-Rock. Mit Blues und Rock des Dortmunder Trios „Marius Tilly Band“ ging es im bunt gemischten Programm weiter. Last but not least hatte mit dem Buena Wispa Social Club auch noch die „Vereinskapelle“ des Wispa-Vereins ihren Auftritt und sorgte für einen fulminanten Abschluss.

Willkommene Abkühlungin den Planschbecken

Wie es sich für ein Festival gehört, war auch abseits der Bühne die Stimmung super. Bei hochsommerlichen Temperaturen über der 30-Grad-Marke machten es sich die rund 1000 Zuhörer im Gras auf der Wiese, vielfach bestens mit Decken und mehr ausgestattet, bequem. Während einige die Sonne zum Bräunen suchten, waren gerade Schattenplätze rund um den Bierwagen oder unter einer der Pagoden heiß begehrt. Gerade bei den jungen Besuchern und den tierischen Gästen war zwischendurch eine Abkühlung in einem der aufgebauten Planschbecken willkommen. Eine Abkühlung hätten wahrlich gerne auch die freiwilligen Helfer am Grill gehabt. Nichtsdestotrotz es wurde noch heißer, denn was wäre ein richtiges Festival ohne ein gemütliches Lagerfeuer mit entsprechender Atmosphäre.

Alles war perfekt, nur etwas fehlte: Wispas fröhliches „Hallöli, Hallöli, Hallöli!“, mit dem er stets grüßte. Eines ist aber gewiss, Wispa wäre stolz auf seine Mitstreiter gewesen, haben sie doch mit dem kleinen Festival in Deilinghofen Großes auf die Beine gestellt. Und auch zukünftig planen die Wisparaner einiges an Veranstaltungen und Aktivitäten, um die alternative Kultur in der Felsenmeerstadt zu bereichern. Dazu gehört neben den regelmäßigen akustischen Sessions auch das Festival. Und so freuen sich alle Musikliebhaber schon auf ein baldiges Wiedersehen.