Kleiner Bruder für Jübergturm
21.03.2011 | 15:49 Uhr 2011-03-21T15:49:00+0100
Hemer/ Osterholz. Der Jübergturm hat einen kleinen Bruder bekommen: Im nördlichen Niedersachsen ist in diesen Tagen ein Holzturm errichtet worden, der eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Hemeraner Wahrzeichen hat.
Auch das Konstruktionsprinzip des Aussichtsturms an den Linteler Weiden mitten in der Hammeniederung ist ähnlich. Die Stahlkonstruktion mit der Wendeltreppe wird kunstvoll mit Holzbalken beplankt, so dass das Ganze am Ende so wie ein großes kelchförmiges Korbgeflecht wirkt. Der Entwurf stammt von dem Bremer Architekturbüro Johannes Schneider.
„Wir wollten etwas anderes entwerfen als die ,Himmelstreppe’ an den Postwiesen. Der Turm, der jetzt nach unseren Plänen erstellt wird, ist ein Unikat“, werden Architekt Johannes Schneider und sein Mitarbeiter Orhan Cilingir zitiert.
Bauherr ist der Landkreis Osterholz. Der Bau des neuen Turms an den Linteler Weiden schlägt mit 151500 Euro zu Buche, fast 70 Prozent davon übernimmt die Europäische Union.
Unikat oder Plagiat? Schon in Hemer gab es diese Diskussion mit Blick auf den Lörmecke-Turm im Sauerland. Allein durch das Konstruktionsprinzip eines Hyperboloiden nach dem russischen Ingenieur Schuchow sind sich die Bauwerke sehr ähnlich. Markantester Unterschied ist die Größe: Der Lörmecke-Turm bringt die Besucher auf 35 Meter Höhe, der Jübergturm auf 23 Meter und der Osterholzer Turm auf etwa 10 Meter.
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