Jübergturm wird in ursprünglicher Form nicht gebaut
07.08.2009 | 16:19 Uhr 2009-08-07T16:19:00+0200Hemer. Die Diskussionen um den Jübergturm als Wahrzeichen der Landesgartenschau waren im Vorfeld groß, die Hemeraner nutzen die Gunst der Stunde und entschieden mit. Jetzt wird der von ihnen ausgesuchte Turm doch nicht gebaut.
Der Grund: Die Schweizer Architekten können ihren Kostenplan nicht einhalten und die Bausumme würde sich um das Dreifache auf rund 1,4 Millionen Euro erhöhen.
Das Kuratorium der Stiftung der Stadtsparkasse Hemer hat sich dazu entschieden, die bisherigen Planungen mit den Schweizer Architekten nicht mehr weiter zu verfolgen. Statt dessen wird jetzt der in der öffentlichen Abstimmung mit nur sieben Stimmen unterlegende zweitplatzierte Entwurf der Architekten Birk und Heilmeyer umgesetzt. Bei diesem Turm wurde zunächst die Ähnlichkeit mit einem Aussichtsturm in Warstein bemängelt.
Die Planer versichern, dass die Baukosten in dem bereits bei der Ausschreibung im Jahr 2008 festgelegten Kostenrahmen bleiben. Beide Architekten waren unter anderem für das bekannte Büro von Norman Foster & Partner in London, die die Glaskuppel des Reichstaggebäudes in Berlin gestaltet haben, tätig und haben mit ihren bisherigen Projekten den wesentlichen Blick für Konzeption und Detail bewiesen. Daneben wurden sie zudem mit dem DEUBAU-Preis 2010 für Junge Architektinnen und Architekten ausgezeichnet.
Das Projekt entsteht in enger Zusammenarbeit mit dem Stuttgarter Ingenieurbüro Knippers Helbig, die auf die Tragwerksplanung komplexer Sonderkonstruktionen wie Brücken, weitspannender Dächer oder Fassaden und Türme spezialisiert sind. Neben Projekten in Deutschland, wie u. a. der frei geformten Holzlamellenfassade für das Kaufhaus P & C in Köln oder dem Foyerdach des Kongresszentrums der Vereinten Nationen in Bonn, entwickelte das Team um Jan Knippers und Thorsten Helbig spezielle Tragstrukturen für Projekte in Großbritannien, USA, China und den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Der neue Jübergturm wird den Bürgern eine 360-Grad-Rundumsicht auf fünf Plattformen in unterschiedlicher Höhe bieten und pünktlich zum Start der Landesgartenschau im April 2010 fertig sein. Baubeginn ist erst im Januar 2010. Die Konstruktion des Jübergturms besteht aus geraden Holzstäben. Durch Schrägstellen zweier gegenläufiger Stabebenen und einer einfachen Schraubverbindung entsteht eine großmaschige Netzstruktur.
Die Stäbe in der untersten Ebene bestehen aus fünf Einzelstäben, wovon im nächsten Abschnitt vier weitergeführt werden, dann drei, zwei und schließlich ein Stab, wodurch auf dem Weg nach oben zur Aussichtsplattform immer mehr Blicke in die Hemeraner Landschaft freigegeben werden.
16:24
#21 der alte klugscheißer
01:45
Um eben dieses Verkehrschaos zu verhindern, wird doch die gesamte Infrastruktur verbessert, z.b. die Grüne Welle eingerichtet.
Außerdem: Besonders als Hemeraner dürfte interessanter sein, wie der Ausblick in den Jahren nach der Landesgartenschu sein wird. Und eben dann wird keine Vielzahl von Besuchern mehr heranströmen, die bestehende Infrastruktur bleibt jedoch erhalten.
Sicherlich ist für uns Hemeraner auch das Event Landesgartenschau ein großartiges Ereignis, doch wirklich interessant sind doch auf Dauer vor allem die durch die Fördergelder finanzierten Maßnahmen zur Verschönerung / Verbesserung der Stadt.
20:10
Der Einzige der Verantwortlichen, der sich wohl ins Fäustchen lachen wird, ist unser BM, der wollte die bisherige Nr. 1 auch schon als Betonturm nicht. Jetzt wird sein Favorit gebaut, ein Schelm, der etwas Böses dabei denkt oder anders ausgedrückt, kurz vor Toresschluss hat sich unser Schlitzohr BM wieder durchgesetzt.
10:19
Es ist unglaublich wie diese sogenannten Fachleute wirtschaften. Die Investition bei 1,4 Miio zu deckeln kann ich nur begrüßen, dafür sollte doch ein schöner Turm zu bauen sein.
Mein Eindruck ist auch das der jetzige Entwurf eher den Geschmack der Allgemeinheit trifft. Da wollten sich wohl einige Wenige mit dem jetzt aufgegebenen Vorschlag ein Denkmal setzen.
Der zweitplatzierte Entwurf ist etwas besonderes und ich würde mir wünschen das dieser jetzt verwirklich wird.
22:31
Ich finde diesen neuen alten Entwurf sowieso besser! Der alte sah aus wie ein Bunker.
Transparent, mehrere Plattformen und sieht aus wie eine Fackel.
Genau richtig für diese olympische Treppe.
Vielleicht kann man dann ja Abends einen Feuering auf der Spitze entzünden, oder eine Lichtsäule mittels Scheinwerfer in den Nachthimmel schicken. :-)
09:41
Eine Verdreifachung der Kosten für den 1. Siegerentwurf quasi über Nacht! Das ist dreist! Wozu gibt es Fachleute, die solche Kosten berechnen? Das will niemand bezahlen, also weg mit dem ersten Sieger.
Jetzt kommt der Wettbewerbszweite dran. Ein Spottname ist auch schon da: Schirmständer.
Vielen hatten ja diese Bauart schon favorisiert. Die jubeln jetzt alle.
Damit der Jüberg-Turm den Vorwurf des Palgiats gegenüber dem Lörmecke-Turm los wird, schlage ich vor, dem Turm ein schickes Runddach zu verpassen. Wenn der Turm wie vermittelt so viel billiger ist, werden die paar Euros dafür auch noch da sein. Mit Dach ist es kein Schirmständer mehr! Wenn das eine pfiffige Kosntruktion ist, wird sich auch das Äußere wesentlciher vom Lörmecke-Turm unterscheiden, das Bauwerk und die Besucher werden geschützt.
Also, Ihr Architekten, Ihr habt doch so tolle Computer-Programme und könnt dem bisher noch virtuellen Turm einige schwungvolle Dachkonstruktionen draufzaubern. Dann soltlen die Hemraner wieder die Wahl haben.
Zum Bauanfang im Janaur 2010 habe ich allerdings Bedenken, denn die Zeit bis zur LGS ist sehr kanpp. . Der ähnlich konstruierte Lörmecke-Turm wurde in 5 Monaten gebaut!
00:37
Jetzt haben wir doch den Schirmständer xD
War bei der Turpräsentation in der Sparkasse vor ein paar Monaten gewesen. Da haben die Angestellter sehr stark versucht für den Bau des anderen Turmes zu werben. Mit hat die Holztreppe nie gefallen, aber schon peinlich für die Sparkasse, dass sie jetzt einen Turm sponsorn, die gar nicht ihre 1. Wahl ist ...
23:24
hab heute noch beim Blick auf den leeren Hügel gedacht da muss es ja mal endlich weitergehen, wenns bis zur Landesgartenschau fertig sein soll und nun also der Schirmständer.
Dass Wunsch und Wirklichkeit bei den Baukosten so weit auseinander liegen - Wahnsinn!
Wollen hoffen, dass die Kosten beim 2. Versuch im gesteckten Rahmen bleiben -
Nicht auszudenken, wenn auch die neue Variante aus Kostengründen nicht realisiert werden könnte ...
In dem Zusammenhang würde mir der Baubeginn erst im Januar 2010 echt Sorgen machen. Bei einem strengen Winter wirds knapp.
ette
23:01
Also ich habe als erstes an einen Mülleimer gedacht.
22:52
Oh ja, einen Namenswettbewerb fänd ich auch gut. Ich wüde auch gerne mal wieder Ballon fahren. Eine Idee für den Namen hab ich schon...
Aber ich fürchte, er wird einfach Jübergturm heißen.