Insolvenz angemeldet
10.09.2010 | 12:40 Uhr 2010-09-10T12:40:00+0200
Hemer. Hemer. Die heimische Region aus der Vogelperspektive zu sehen, diesen Traum wollten sich rund 700 Bürger im Rahmen des LGS-Ballonfestivals erfüllen. Man könnte sagen, dieser Vogel ist jetzt endgültig abgestürzt, denn die Felten Ballon GmbH hat am Donnerstag Insolvenz angemeldet.
Die Absage des Ballonfestivals auf der Landesgartenschau in Hemer hat Uwe Felten zu diesem Schritt gezwungen.
„Dieser Schritt ist nur durch die Festival-Absage in Hemer begründet. Ansonsten wäre die Felten GmbH nicht in Schwierigkeiten“, sagte ein hörbar niedergeschmetterter Uwe Felten im Gespräch mit der Heimatzeitung. Weiter wollte sich der erfahrene Ballonfahrer nicht äußern und verweist an die Rechtsanwaltskanzlei RSW in Wuppertal, die die Felten Ballon GmbH vertritt.
Dr. Jens Schmidt bestätigte den „unmittelbaren Zusammenhang“ der Insolvenz und der Absage des Hemeraner Ballonfestivals. Das Amtsgericht Bonn wird jetzt einen Insolvenzverwalter bestellen.
„Wir haben eine vorläufige Gläubigerliste aufgestellt, und da liegt die Summe der offenen Rechnungen bei über 100000 Euro“, sagte Dr. Schmidt.
Nach Angaben von Felten wurden 700 Gutscheine a 185 Euro im Vorfeld für Ballonfahrten verkauft. Das sind rund 129000 Euro, die Felten eingenommen hat. Die Ausgaben im Vorfeld seien aber wesentlich höher gewesen, sagte der Rechtsanwalt, aber Uwe Felten habe natürlich Einnahmen durch das große Ballonfestival erwartet.
Die Stadt Hemer hat das Ballonfestival abgesagt, weil sie nach eingehender Prüfung durch verschiedene Stellen der Meinung war, dass das Sicherheitskonzept für das Festival nicht ausreichend gewesen sei.
Die Chance, dass die Käufer der Gutscheine ihr Geld zurückbekommen, ist zurzeit nicht sehr hoch. „Es kann sein, dass die Gutscheine jetzt wertlos sind“, so Dr. Schmidt. Das ist für die potenziellen Ballonfahrer natürlich ein Schlag ins Gesicht, aber es scheint sehr wahrscheinlich, dass nach der Vorfreude auf das Event nicht mehr viel folgt, weder die eigentliche Begeisterung bei der Ballonfahrt, noch die Rückerstattung der 185 Euro pro Person.
In jedem Fall müssen sich die Geschädigten jetzt mit ihrer Rückforderung an den noch nicht namentlich bekannten Insolvenzverwalter wenden.
17:16
Mittlerweile versuch Felten wohl, seinen Krempel unter der Hand zu verkaufen (siehe Link im Namen)
21:40
Wer diesen Felten kennt, den wundert das alles nicht. Schade um die armen Leute, die vertraut haben und jetzt ihr Geld nicht mehr bekommen.
Eine Schande für die ganze Ballonfahrer-Branche und für die, die künftig solche Veranstaltungen ins Leben rufen und an Felten zu knabbern haben.
16:22
Einfach mal zur Erklärung:
Firma Felten hat Ballonteams auf das Festival eingeladen, um die Gäste zu befördern. Dafür hätten die Ballonteams Geld bekommen, ca 60% der Ticketeinnahmen wären dafür aufzuwenden gewesen.
Die Ballonteams hätten für die Fahrten auch Propangas benötigt, das der Veranstalter zu stellen hat. Macht ca. 15-20.- pro Gast
Die Vorlaufkosten für eine solche Veranstaltung halten sich sehr im Rahmen, das macht keine 10% des eingenommenen Geldes aus.
Herr Felten besitzt einen einzigen Ballon, mit dem er 4-5 Gäste befördern kann.
In guten (wetterbezogen) Jahren sind 60 Fahrten möglich. Nach drei Jahren ohne Einnahmen wären die Gäste abgefahren gewesen, sofern Geld für den Betrieb des Unternehmens vorhanden gewesen wäre.
Also: Es gab den Löwenanteil der Kosten erst gar nicht,
es waren kaum Zusagen von Ballonteams da,
es war von vorne herein klar, dass Felten die Gäste nicht selbst würde fahren können.
und
hört euch in der Ballonszene um, Felten hat es erst letztes Jahr beinahe geschafft, einen Ballonevent bei Bonn platzen zu lassen, weil sämtliche zugesagten Leistungen durch ihn bis zwei Wochen vorher noch nicht einmal angeplant waren, Da ist es dem Veranstalter rechtzeitig aufgefallen.
Bei der Nichterteilung der Genehmigung für die Veranstaltung ging es nur um das abendliche Ballonglühen, alle anderen Veranstaltungsteile waren davon nicht betroffen, die Ballonfahrten hätten durchgeführt werden können - wenn es die Ballonteams gegeben hätte, wenn die Infrastruktur für die Teams bereitgestanden hätte und - last not least - wenn das Geld für die Vergütung der Ballonteams noch vorhanden gewesen wäre.
07:31
Jedenfalls hat jetzt das Amtsgericht Bonn das Insolvenzverfahren eröffnet, wie im Ballonfahrerforum zu lesen ist. Forderungen sind jetzt an den Insolvenzverwalter Dr. Schulte-Beckhausen, Bonn zu richten. na fein.
00:58
Warum ist denn von der Fa. Felten im Vorfeld gesagt worden, dass wenn das Wetter schlecht ist, die Gutscheine in Warstein abgefahren werden können? Wenn man in Warstein nachgefragt hat, bekam man die Auskunft, dass die Firma felten noch nie was mit Warstein zu tun hatte und auch dieses Mal nicht eingeplant war.....
Micr drängt sich einfach der Verdacht auf, dass es eine geplante Insolvenz war. Das ist lediglich meine persönliche Meinung....
22:11
#59 - heute bereits Leserbrief gelesen? Wieder zwei Feststellungen!
#60 - genausowenig bei Verhandlungen dabei gewesen wie ich. Können wir beide das richtige Abwägen? Aber die Schuld nur bei dem Veranstalter zu suchen? 120.000 qm für max. 8.000 Personen und 60 Ordnungskräfte vom THW, Sicherheitsdienst. eine Brandsicherheitswache, 10 Sanitäter, zwei RTWs, ein KTW und zwei Notärzte. Wer kann in Zukunft noch eine Veranstaltung besuchen und im voraus Karten buchen? Am Besten ist, wir bleiben in Zukunft alle zu Hause.
Vor allen Dingen, wenn bei Konzerten (LGS) versehentlich die Damentoilette geschlossen ist (sichere Quelle) Und Tschüss!
15:12
Nachtrag zur Frage Wieviel Sicherheit....
Soviel Sicherheit, dass alle unbeschadet, auch bei einer Massenpanik unversehrt bleiben! Das verlange ich von einem Veranstalter.
15:10
#58:
Bitte unbedingt mal 51 lesen:
Zitat von 51:
In einem Ballonfahrerforum steht folgender Satz.
Kopie:
Das ist nicht die erste Pleite von Uwe Felten. Im Raum Köln hat er schon mal eine Ballonfirma in den Sand gesetzt......
Logisch, dass da von der Fa. Felten versucht wird, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen und als Unschuldslamm da zu stehen...
Beitrag 52 würde ich auch mal empfehlen zu lesen....
10:47
#57 Bitte, unbedingt auch einmal die Ausführung der Gegenseite lesen. Steht unter
felten-ballonfahrt aktuelles. Wieviel Sicherheit muss bei Veranstaltungen noch aufgefahren werden?
Und ich hoffe, dass niemand je durch Insolvenz, ob als Selbstständiger oder Mitarbeiter seine Arbeit
verliert. Das kann schneller passieren, als man denkt und das gönnt man keinem.
10:01
#56:
nein hier wird nicht Äpfel mit Birnen verglichen.
Kein zuverlässiger Veranstalter würde ein Festival ohne schlüssiges und ausreichendes Sicherheitskonzept durchführen und das hat die Fa. Felten nun mal versucht.