In der Technik-Abteilung klappern die Nadeln auf hohem Niveau

Seit einem Jahr treffen sich die Strickeulen in der Stadtbücherei.
Seit einem Jahr treffen sich die Strickeulen in der Stadtbücherei.
Foto: IKZ

Hemer..  Auf dem Tisch liegen Wollknäuel, Häkel- und Stricknadeln zwischen Kaffeetassen, Keksen und Weingummi. Auf den ersten Blick wird deutlich, dass die Frauen, die sich seit einem Jahr jeden Donnerstag in der Stadtbücherei zum Stricken treffen, nicht nur das Handarbeiten im Sinn haben. Munter und lustig geht es in der Runde zu, die Geselligkeit ist wichtig für die „Strickeulen“, wie sie sich selbst nennen.

„Viele sind vom ersten Tag an dabei“, sagt Britta Sorber-Bruns und freut sich, dass es nicht nur Hemeranerinnen sind, die der Gruppe angehören. Der Versuch, in Hemer eine Strickgruppe zu installieren, ist geglückt. Die Idee vor einem Jahr kam von den Mitarbeiterinnen der Bücherei.

Jede hilft den anderen – das macht die Gruppe aus

Jede strickt oder häkelt, was ihr gefällt. Die Frauen sind alle sehr kreativ, und wenn eine mal nicht weiter kommt – eine andere weiß immer zu helfen. Dass die Frauen keine Anfänger sind, ist schnell zu erkennen. Dreieckstücher – eines schöner als das andere – Pullover und vieles mehr entstehen zurzeit. „In der Weihnachtszeit haben wir mitgeholfen, die Bücherei zu dekorieren und selbst gestrickte Socken an den Kamin gehangen“, erzählt Britta Sorber-Bruns.

Jede von den Strickeulen kann von den anderen lernen – das macht die Gruppe aus, die ihren Namen gerne zeigt: Zum Beispiel aus eigens angeschafften Kaffeetassen mit Eulenmotiv. Die Gruppe hat übrigens in der Technik-Abteilung der Bücherei ihren Platz gefunden. Und wenn Männer in der Bücherei sind, die ein Buch aus diesem Bereich brauchen, staunen sie nicht schlecht. Nach einem kurzen Zögern trauen sie sich doch herein.