Ihmert behält eine eigenständige Gemeinde mit halber Pfarrstelle

MIt viel Optimismus blickt das Presbyterium in die Zukunft und versucht, aus der neuen Situation nach dem Abschied von Pfarrer Martin Legler (r.) das Beste für Ihmert und Bredenbruch zu machen.
MIt viel Optimismus blickt das Presbyterium in die Zukunft und versucht, aus der neuen Situation nach dem Abschied von Pfarrer Martin Legler (r.) das Beste für Ihmert und Bredenbruch zu machen.
Foto: IKZ

Ihmert..  Die evangelische Kirchengemeinde Ihmert/Bredenbruch steht vor einer Zäsur, wenn Pfarrer Martin Legler zum 1. August in den Vorruhestand eintritt. War zunächst unklar geblieben, wie es weitergehen würde, so ist eine grundsätzliche Entscheidung nach Gesprächen des Presbyteriums mit dem Kirchenkreis gefallen: Ihmert behält eine eigenständige Gemeinde. Spekulationen über eine Angliederung an oder Zusammenlegung mit einer Nachbargemeinden sind vorerst vom Tisch.

Allerdings wird es keinen Nachfolger oder keine Nachfolgerin für Martin Legler mit einer vollen Stelle geben. Das lässt die Bemessungsgrundlage von 3000 Gemeindegliedern für eine Vollzeitstelle nicht zu. In Ihmert und Bredenbruch gehören derzeit nur 1629 Christen der evangelischen Kirche an. Deshalb kann die Gemeinde nur mit einer halben Pfarrerstelle für die Zukunft planen.

Das Presbyterium um die Vorsitzende Heidrun Brucke hat die Hoffnung aber nicht aufgegeben, dass aus der halben Stelle noch eine Dreiviertelstelle werden könnte, wobei die nicht unbedingt einem einzigen Pfarrer zufallen muss, sondern auch auf zwei Personen aufgeteilt werden könnte. Das Presbyterium ist der Ansicht, dass bei einer lediglich halben Stelle über die Erledigung der Kernaufgaben wie Gottesdienste, Amtshandlungen, Konfirmandenunterricht und Seelsorge, die Zusammenarbeit mit der Region, sprich den Nachbargemeinden zu kurz kommen und die Ihmerter Gemeinde isoliert werden könnte.

Wer neuer Pfarrer oder Pfarrerin in Ihmert sein könnte, ist noch völlig offen, denn die Stelle soll ausgeschrieben werden. Zu diesem Zweck wird das Presbyterium Ende des Monats in einer Klausurtagung ein Anforderungsprofil für Bewerberinnen und Bewerbe erarbeiten. Fraglich ist auch, ob die Stellenbesetzung nahtlos bis zum Abschied Martin Leglers erfolgen wird. Heidrun Brucke zur Heimatzeitung: „Wir werden da wohl mit einer zwischenzeitlichen Vakanz rechnen müssen.“

Die Vorsitzende des Presbyteriums blickt dennoch zuversichtlich in die Zukunft: „Veränderungen sind an sich nicht schlecht, auch wenn wir uns nur schwer von lieben Gewohnheiten trennen. Das Einschlagen neuer Wege ist auch eine große Chance.“ Und Martin Legler greift zu einem anschaulichen Bild: „ Wir ziehen eine zu groß gewordene Jacke aus, trennen uns von diesem Lieblingsteil und begeben uns auf die Suche nach einer neuen Jacke, die besser zu uns passt.“