Hochspannung bei Sturm und Regen

Eisstockschießen im Regen
Eisstockschießen im Regen
Foto: IKZ

Hemer..  Es war ein Finale, wie es spannender nicht sein konnte: Immer wieder gab es neue Durchgänge, weil sich weder die eine noch die andere Mannschaft geschlagen geben wollte: Am Ende aber konnten die „Feuerlöscher“ jubeln, und die „Eisbeutel“ vom Kanu-Segel-Club Hemer durften dem Team der Hemeraner Feuerwehr zum Gewinn des Wintergarten-Cups gratulieren.

24 Mannschaften hatten sich insgesamt für den Wettbewerb gemeldet und versucht, sich in den Vorrunden für die Zwischen- und Endrunde zu qualifieren. Dabei waren die Feuerwehrmänner Markus Heuel, Markus Dodt, Andreas Schulte und Axel Pferdekamp – verstärkt durch Ordnungsamts-Chef Linus Klinner – am Montag noch kurzfristig ins Teilnehmerfeld gerutscht, weil eine andere Mannschaft absagen musste. Die Endspielgegner vom KSC – Werner Sülberg, Peter Arends, Günther Nülle, Thomas Stiefe, Heide Bischof-Nülle und Brigitte Arends – mussten sich trotz großartigen Kampfes der körperlichen Fitness und Zielsicherheit der „Feuerlöscher“ beugen. Auf dem dritten Platz landete übrigens das Team der Volkshochschule mit Achim Puhl, Michaela Butterweck, Sylvia Mertens, Silvia Staehr, Melanie Wirtz und Martin Dolinski.

Bugwellen auf dem Eis

Leider litt das Eisstockschießen, wie auch der ganze Wintergarten, in der zurückliegenden Woche nochmals unter schlechtem Wetter. So stand ausgerechnet der Finaltag fast vor dem Abbruch, als am Nachmittag Sturm und Regen über die Eisbahn peitschten. Die Eisstöcke rutschten dabei durch eine geschlossene Wasserfläche und schoben wie Boote kleine Bugwellen vor sich her. Die Begeisterung der Teilnehmer und die Sturheit der Verantwortlichen siegten aber schließlich über die Unbilden des Wetters. Oliver Geselbracht, Eventleiter des Sauerlandparks: „Wir waren fürchterlich sauer über das Wetter. Da haben wir uns entschlossen, erst recht die Sache durchzuziehen.“ Und siehe da – als am Abend die „Feuerlöscher“ und die „Eisbeutel“ kein Ende finden wollten, hatte der Wind längst nachgelassen und die Eisfläche war wieder trocken und fest. Die Zuschauerkulisse war leider trotz des Vergnügens, das alle Akteure hatten, natürlich eher spärlich und wenn, dann wurde das sportliche Geschehen draußen zumeist durch die Fenster der mollig warmen Almhütte verfolgt.

Trotz aller Widrigkeiten lief der gesamte Wintergarten-Cup dank der hervorragenden Organisation von Sylvia Schreiber, den souveränen Schiedsrichtern und der launigen Moderation von Heiko Beyer reibungslos ab.