Hobbyköche verwöhnen Ehepartnerinnen mit Sternemenü

Zum Fototermin musste Martin Legler zwar seinen Pflichten als Pfarrer nachgehen, vorher ließ er es sich allerdings nicht nehmen, noch ein letztes Mal als Pfarrer der Gemeinde beim Männerkochen in der Küche mitzuhelfen. Die anderen Gruppenmitglieder waren über die helfenden Hände sehr froh.
Zum Fototermin musste Martin Legler zwar seinen Pflichten als Pfarrer nachgehen, vorher ließ er es sich allerdings nicht nehmen, noch ein letztes Mal als Pfarrer der Gemeinde beim Männerkochen in der Küche mitzuhelfen. Die anderen Gruppenmitglieder waren über die helfenden Hände sehr froh.
Foto: IKZ
Der Männerkreis Ihmert zaubert unter Anleitung von Chefkoch Reiner Herweg einmal jährlich einen echten Gaumenschmaus.

Ihmert..  Lauchkäsecremesüppchen als Vorspeise, Pfeffer-Potthast mit Rote-Beete-Salat zum Hauptgang und als Dessert Ofenschlupfer mit Vanilleeis auf Beerenspiegel. Das Menü, das wohl so auch in der Speisekarte eines renommierten Sternerestaurants stehen könnte, wurde allerdings keinesfalls von gelernten, sondern viel mehr von Hobbyköchen zubereitet. Die Männer des Männerkreises Ihmert hatten nämlich ihre Messer geschärft und die Schürzen umgebunden, um ihren Ehepartnerinnen unter Anleitung des Koches Reiner Herweg einen echten Gaumenschmaus auf die Teller zu zaubern.

Es wurde geschnippelt, gerührt und letztlich gespeist

Solch ein Festessen bereiteten die 15 Männer, unter denen auch letztmalig Martin Legler als Pfarrer und nicht nur als Mitglied des Männerkreises mit dabei war, nun schon zum fünften Mal zu. Dafür wurde das Gemüse geschrubbt und geschnippelt, die Suppe gerührt, die Tische eingedeckt, das Buffet aufgebaut – und nicht zu vergessen auch am Ende alles wieder gespült. Entstanden ist die Idee vor einigen Jahren sagt Bertold Schönenberg, der zu Beginn noch seine eigene Küche zur Verfügung gestellt hatte. „Wir haben mit Reibeplätzchen angefangen und sie unseren Frauen serviert. Das fand so großen Anklang, dass wir das dann ausgebaut haben“, sagt Schönenberg.

Schnell holte er seinen Bekannten Reiner Herweg, Koch auf Gut Holmecke, mit ins Boot, der bereits für die ev. Freikirche solche Abende veranstaltet hatte. Unter seiner Federführung betraten die Männer nun schon des Öfteren vollkommenes Neuland. So gab es bei den vergangenen Kochabenden schon Gänsekeule oder Kartoffelgratin. „Wir können zwar schneiden oder putzen, aber die Feinheiten muss Reiner uns dann immer erklären“, beteuert Bertold Schönenberg, der zusammen mit seiner Frau und dem „Chef de Cuisine“ Reiner Herweg zu den Wenigen gehört, die vor dem Abend bereits das Menu kennen.

Das scheint allerdings die Hobbyköche kaum noch zu verunsichern. Denn dieses Mal waren die Arbeitsabläufe sogar so exakt abgestimmt, dass erstmalig die Speisen vor Ankunft der Frauen fertig waren. „Das ist eine Premiere“, sagte Reiner Herweg. Somit hatten die Frauen beim gemeinsamen Verköstigen auch absolut nichts mehr auszusetzen und wurden gebührend verwöhnt – so, wie sie ihre Männer an den anderen 364 Tagen im Jahr mit köstlichen Gerichten verwöhnen .