„Hier bei uns wird Verzweiflung behoben“

v.l. Wolfgang Römer, Renate Hillbrecht, Martina Espelöer, Heidrun Schulz-Rabenschlag, Regina Buchta-Arndt, Pastor Matthias Hövelmann, Pfarrer i.R. Wilhelm Gröne, Pfarrer Martin Wehn.
v.l. Wolfgang Römer, Renate Hillbrecht, Martina Espelöer, Heidrun Schulz-Rabenschlag, Regina Buchta-Arndt, Pastor Matthias Hövelmann, Pfarrer i.R. Wilhelm Gröne, Pfarrer Martin Wehn.
Foto: IKZ

Hemer..  Wilhelm Gröne erinnert sich genau. Als der pensionierte Pastor am 9. Mai 1976 Regina Buchta-Arndt folgenden Konfirmationsspruch mit auf den Weg gab: „Jesus Christus spricht: Wer mir dienen will, der folge mir nach.“ Nicht immer hätten die zahlreichen Sprüche in seiner Laufbahn zugetroffen. Auf seine ehemalige Konfirmandin dafür umso mehr. Seit 25 Jahren arbeitet diese in der Gemeindeorientierten Sozialarbeit der Diakonie Mark-Ruhr in Hemer.

Am Sonntag wurde das Dienstjubiläum gefeiert und mit dem Kronenkreuz in Gold gewürdigt. Zudem feiert auch die Einrichtung selbst in diesen Tagen „Silberhochzeit“. Dabei war zur Eröffnung 1990 noch längst nicht klar, dass es so viele Jahre würden. Nur für fünf Jahre war die Finanzierung der Anlaufstelle für Rat- und Hilfesuchende zunächst gesichert. Nach Ablauf dieser Zeit musste sich beraten werden. Wie so oft stand die Frage nach dem Geld im Mittelpunkt. Letztendlich konnte die Beratungsstelle aber beibehalten werden, auch auf den Hinweis von Pastor Matthias Hövelmann, der am Sonntagmittag feststellte: „Ohne diese Stelle würde der Kirche in Hemer auch einiges fehlen.“ Maßgeblich war an der Erhaltung auch der eigens gegründete Verein zur Förderung der Kirchen- und Sozialarbeit verantwortlich.

Zu den Gratulanten gehörte nach einem gemeinsamen Gottesdienst auch der theologische Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr. Pfarrer Martin Wehn führte den Gästen in seinen Grußworten auch kurz die tägliche Arbeit der beiden Mitarbeiterinnen Regina Buchta-Arndt und Renate Hillbrecht vor Augen. Wehn sprach zudem den Wandel in deren Arbeit an, der in den vergangenen 25 Jahren stattgefunden habe. Regina Buchta-Arndt dazu: „Als wir vor 25 Jahren mit dem Beratungsangebot angefangen haben, haben sich viele Aussiedler an uns gewandt und um Beratung, Betreuung und Begleitung gebeten. Aktuell helfen wir bei der Wohnungssuche und sind bei Fragen zum Thema Überschuldung, Familienprobleme, Entwicklung der Pflegesätze und Änderungen für Senioren bestens informiert und kompetenter Ansprechpartner.“

Zu den Rednern gehörte am Sonntag auch Vizebürgermeister Wolfgang Römer, der für die Zukunft auch weiterhin von einem „Schulterschluss“ zwischen Stadt und Einrichtung ausgeht. Heidrun Schulz-Rabenschlag (Leiterin des Fachbereichs Sozialer Dienst der Mark-Ruhr) stellte Buchta-Arndt und ihr Team wohlwollend als einen „bunten Haufen“ dar.

In einem Gespräch sei ihr vor allem ein Satz in Erinnerung geblieben: „Hier bei uns wird Verzweiflung behoben.“

Nach dem offiziellen Teil wurden die Gäste, zu denen auch SPD-Landtagsabgeordnete Inge Blask und Superintendentin Martina Espelöer gehörten, zu einem Empfang eingeladen. Vor allem Regina Buchta-Arndt musste noch etliche Hände schütteln.