Hemers Straßen sind überdurchschnittlich sicher
17.02.2009 | 13:47 Uhr 2009-02-17T13:47:00+0100
Hemer. (rd) Die Polizei präsentiert für Hemer die Unfallstatistik 2008 und ist zufrieden: „Der Straßenverkehr in Hemer ist nach wie vor überdurchschnittlich sicher”, resümiert Hauptkommissar und Wachleiter Gunther Lill.
Im Maßstabs-Quervergleich aller Gemeinden im Märkischen Kreis liegt Hemer in puncto Verunglücktenhäufigkeit auf dem positiven 4. Spitzenplatz. Auch bei der allgemeinen Unfallhäufigkeit schneidet die NRW-Landesgartenschaustadt 2010 deutlich besser ab als der Landesdurchschnitt.
Die Beamten der Polizeiwache Hemer nahmen in 2008 insgesamt 1036 Verkehrsunfälle auf: 37 Unfälle weniger als 2007 (minus 3,4 % in Hemer, minus 1,97 % im MK, minus 2,4 % in NRW).
Froh ist die Polizei darüber, dass in 2008 kein Unfalltoter am Ort zu verzeichnen war. Dieses seit 2006 konstante Ergebnis entspricht genau dem, was sich die Polizei als wichtigstes Ziel gesetzt hat.
Bei 114 Verkehrsunfällen wurden 131 Beteiligte verletzt - Rückgang um eine Person.
Zur besonders schützenswerten Zielgruppe „Kinder im Straßenverkehr” ist leider zu berichten, dass die Verletztenzahl weiter gestiegen ist: 24 verletzte Kinder (18 in 2007), die jeweils als Fußgänger oder Kfz-Insassen betroffen waren. Die überwiegende Zahl (19) zog sich zum Glück nur leichte Blessuren zu. Fünf Kinder erlitten schwere Verletzungen.
Zwölf Jugendliche wurden im Straßenverkehr verletzt; einer weniger als 2007. Hier weist die Statistik elf leicht und eine schwer verletzte Person aus.
Bei der Gruppe „junge Erwachsene” (18 - 24 Jahre) ist die relativ hohe Verletztenzahl aus 2007 (27) rückläufig gewesen (21). Bedenklich ist, dass jeder Dritte als schwerverletzt verbucht wird.
Zehn Senioren wurden bei Verkehrsunfällen verletzt; das entspricht einem Zuwachs um zwei Personen. Aber es gab nur einen schwerverletzten Senior.
74 Alkohol- oder Drogenfahrten am Steuer wurden bekannt. Dieses Ergebnis liegt um 25 Fälle niedriger als 2007. Von den 74 Delikten waren elf mit einem Unfall verbunden; eine Zunahme um drei Fälle.
Die Anzahl der 229 Unfallfluchten blieb nahezu konstant (plus ein Fall). Aufklärungsquote: 48 % (110 Ermittlungsverfahren).
Nach dem überregional negativen Jahr 2007 bei Unfällen mit motorisierten Zweirädern (24 Unfälle, 20 Verletzte) hat sich die Situation 2007 deutlich verbessert (11 Fälle, 11 Verletzte). Zur „Normalisierung” dürften zielgerichtete Kontrollen beigetragen haben.
Die Polizeiwache Hemer hat bei der Verkehrsüberwachung in 2008 insgesamt 4743 Anzeigen und kostenpflichtige Verwarnungen verhängt. Wesentlich waren dabei Geschwindigkeitskontrollen. Bei 405 Laseraktionen fielen 1487 Verwarnungen und 197 Anzeigen an. 24 „Rennfahrer” gaben ihre Führerscheine ab.
Die positiven statistischen Aspekte dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass polizeilicher Handlungsbedarf bleibe, fasst Gunther Lill zusammen: Die Sicherheitsarbeit könne nur bei Kontinuität Erfolg haben - bei besonderer Berücksichtigung erkannter Probleme. So bleiben für 2009 die Bekämpfung der Unfallursache Nr. 1 (Tempo) und die weitere Senkung der Zweiradunfälle Schwerpunkte der Polizeiarbeit. Verstärkte Aktionen gegen Alkohol/Drogen im Straßenverkehr bleiben als Ziel im Auge. Und noch eins: „Knapp 230 Unfallfluchtfälle pro Jahr in Hemer sind ein Zustand, der besonderer Aufmerksamkeit bedarf und zu verstärkten Anstrengungen führen wird, um die Verursacher einer strafrechtlichen Verfolgung zuzuführen.”
18:10
bei dem schlechten zustand vieler strassen kann man sowieso nur tempo 10 fahren
09:45
und weil in Hemer nur Tempo 40 gefahren wird... grrrr
09:41
Na dann laß mal erst die noch zu erwartenden Baustellen noch dazukommen, dann bist Du überall zu Fuß schneller als mit jedem beweglichen Untersatz!
07:27
dank der vielen Ampeln ist in Hemer ja auch nur schrtttempo möglich