Hemer "Butterflies" lassen Konkurrenz als WM-Außenseiter staunen
20.07.2009 | 16:32 Uhr 2009-07-20T16:32:00+0200
Hemer/Köln. Es war wohl das Emotionalste, was eine Hand voll Hemeraner, Iserlohner und Mendener sportlich bisher erlebt haben. Als bekannt war, dass in Köln die Weltmeisterschaft im Segway-Polo stattfinden wird, war die Mannschaft „Hemer Butterflies” sofort Feuer und Flamme.
Das auf internationalem Boden noch absolut unerfahrene Team traf sich in den vergangenen Monaten regelmäßig zum Training. Die Segways, die für Führungen auf dem Landesgartenschau-Gelände gebraucht werden, durften die Spieler in der einsatzfreien Zeit für das Training benutzen. Schläger, Tore und alles, was für den Aufbau eines Spielfeldes nötig war, schafften die „Butterflies” selber an. Trainiert wurde auf einer Wiese. Das Fahren mit den zweirädrigen Flitzern und der Umgang mit den Poloschlägern (Mallets), brachten sich die Sauerländer selbst bei. Um bei der WM auch optisch wie ein „richtiges” Team auftreten zu können, kauften sich die Spieler vor ein paar Wochen Trikots in Rot und Weiß.
Zum ersten Mal auf internationalem Rasen
Dann war es soweit. Am vergangenen Freitag machten sich die „Butterflies” auf nach Köln-Müngersdorf. Zum ersten Mal wurde „internationaler Rasen” betreten, und die kleine Gruppe begutachtete mit großem Respekt die Konkurrenz aus den USA, Österreich und Barbados. Vor allem der coole Auftritt der starken Amerikaner „Black Rose” beeindruckte die Außenseiter aus Hemer. Schwarze Helme, graue Trikots mit Aufschriften wie Fear (Angst) und Death (Tod) waren einschüchternd. Mit dem Motto „Dabei sein ist alles” wollten sich die Hemeraner aber nicht begnügen - im Gegenteil. „Wir geben alles” hieß es für die hochmotivierten „Butterflies”.
Das große Spielfeld neben dem Rhein Energie Stadion erreicht, zogen die „Butterflies” mit Udo Puhl, Wolfgang Röther, Jens Echtermann, Dieter Schlemmenat, Siegfried Tomczak, Sebastian Topp, Iris Rademacher und Karola Schröter recht unbeachtet von den anderen - mit ihren selbstbeklebten Helmen und Schlägern, einige in Jeans, andere in einfachen kurzen Hosen - vorbei an großgewachsenen Österreichern in Lederhosen und deren Fans, Amerikanern mit Gesichtsschutz, vorbei an Trainern, aufgemotzten und lackierten Segways, unglaublich vielen Fotografen und zahlreichen Kamerateams zu ihrem Platz auf das hintere Spielfeld - auf dem vorderen schlugen sich die „Profis” warm.
Gegen Österreich chancenlos
Ein paar Bälle geschlagen und schon ging es los: Österreich gegen Hemer. Der extrem aggressive Angriff der Männer aus dem Land der hohen Bergen überraschte die Hemeraner. Einige schwere Stürze der „Butterflies” und viermal acht Minuten später gewann Österreich mit 3:0. Spielführer Udo Puhl aus Menden rief sein Team zur Besprechung zusammen, ehe es gegen die gefürchteten „Black Rose” aus Californien ging. Die wenigen Fans, die mitgereist waren, unterstützten die Hemeraner vom Rand aus. Der Teamgeist war geweckt. So ein Zusammenspiel hatte es noch nicht gegeben, jeder einzelne wuchs über sich hinaus. Dann passierte das Unglaubliche, die Mannschaft aus Hemer versenkte den Ball im Tor des Gegners und siegte mit einem 1:0. Ungläubiges Staunen, denn den Außenseiter Hemer hatte niemand auf der Rechnung gehabt.
Knappe Niederlage gegen Köln
Als sich dann beim dritten Spiel auch noch Hermann Sattler, Event- und Marketingbeauftragter der Landesgartenschau, zu den Fans gesellte, waren die „Butterflies” kaum noch zu bremsen. Allerdings hatte man gegen den nächsten starken Gegner aus Köln, die Funky Move Turtles, bei einem Freundschaftspiel vor sechs Wochen mit 4:0 verloren. Immer mehr Spieler aus den anderen Teams versammelten sich und staunten; das Team aus dem kleinen Ort im Sauerland kämpfte. Mit ganzem Herzen dabei, rasten die „Butterflies” über den Platz und spielten zahlreiche Torchancen heraus. Aber der Ball wollte einfach nicht über die Linie. Dann der Schock. Der Ball der Kölner donnerte ins Tor der „Butterflies”. Das 1:0 war gleichzeitig das Ergebnis. Die Enttäuschung war groß, aber der nächste Gegner wartete quasi schon: Die Silicon Valley Afterschocks aus den Vereinigten Staaten. Auch hier wurde alles gegeben, aber die 0:1-Niederlage machte den Traum zunichte und verhinderte den Einzug in die Endspiele. Aber einer der „Butterflies” sollte es später doch noch ins Finale schaffen: Siegfried „Tommi” Tomczak pfiff als Schiedsrichter das große WM-Finale: Silicon Valley Afterschock gegen die Flying Fishes aus Barbados. Die über die gesamten Spieltage starken Flying Fishes zeigten auch im Endspiel, dass sie absolute Profis sind und gewannen mit 2:0.
"Den nächsten Pokal holen wir nach Hemer"
Bleibenden Eindruck hat das Team der „Butterflies” bei der Weltmeisterschaft hinterlassen. Die Gegner wissen jetzt, dass sie einen Konkurrenten mehr haben. Mit einem 5. Platz im Gepäck und dem Wissen, dass der bis zum vergangenen Wochenende noch amtierende Weltmeister „Gold Rush” aus den USA auf Platz sieben gelandet ist, kehrte die Segway-Polo-Mannschaft nach Hause zurück. 2010 gibt es die nächste WM. Schon heute machen die „Butterflies” wieder die Wiesen in Hemer unsicher, und das Team um Spielführer Udo Puhl hat sich vorgenommen: „Den nächsten Pokal holen wir nach Hemer.”
Offene Europameisterschaft 2010 in Hemer?
Über eine offene Europameisterschaft in Hemer im Juni 2010 haben die Hemer „Butterflies” laut nachgedacht und sind bei den anderen Teams auf Begeisterung gestoßen. Die Mannschaft aus Barbados ist gespannt, was es bei einer Landesgartenschau zu sehen gibt und würde sich freuen, wiederzukommen. Infos zum Segway-Sport gibt es unter www.segwaypolo.de.
Die schönsten WM-Fotos gibt es in der Fotostrecke unter Multimedia.
20:09
@gernehemeraner
wende Dich doch einfach an die LGS GmbH,
Geschäftsführer ist Herr Friedrich,
Prokurist ist Herr Fingerhut
19:06
Wo ist die Machbarkeitsstudie denn einsehbar?
16:25
Die Betriebs- und Personalkosten für die LGS GmbH betragen 1.300.000 EURO
(sh. Machbarkeitsstudie zur LGS vom 28.2.07, Seite 69, Pt. 5.1.)
Da die Segways als Einzelposten nicht aufgeführt wurden, sind die Anschaffungskosten sicherlich in diesen 1.300.000 EURO enthalten.
15:45
Stichwort: Gewinn erwirtschaften!
Bei der Landesgartenschau Gronau waren
1.150.000 Besucher. Es verblieb ein Gewinn
von 50.000 EURO. Das entspricht 4,34 Cent je
Besucher.
14:53
Offensichtlich sind hier viel Neid und Halbwissen unterwegs.
Der SegwayPolo Club übernimmt die Wartung der Geräte in Eigenregie, was vorher durch ein Unternehmen durchgeführt wurde.
Damit spart der SegwayPolo Club der Stadt jeden Monat 400 € die sonst für die Wartung fällig gewesen wären, sozusagen als Nutzunggebühr.
Desweiteren sind auch die Führungen die mit den Geräten veranstaltet werden, kostenpflichtig.
Bei 10 Teilnehmern a 20€ Führunggebühr sind das 200€ Umsatz pro 2 Stunden Führung.
Ob die Segways wirklich Geld gekostet haben, oder ob sie welches erwirtschaften, wird man nach der LAGA sehen. Den Werbeeffekt kann man schließlich schlecht beziffern.
So, das waren die Fakten,
jetzt kann sich wieder jeder echauffieren wie er möchte.
14:49
Das Geld für die Segways ist durch die Führungen längst wieder drin...von daher eine gute Sache, ich finds cool!
Dass immer alles zerredet werden muss...
14:44
Was soll diese Aufregung ? 100.000 € als Werbemaßnahme für die LGS sind mal gerade 0,22 % der LGS-Kosten, also doch völlig im Rahmen, sozusagen peanuts !
14:35
jetzt fehlt noch ein Poloteam für die laga!
Pferde und Ausrüstung bezahlt gerne die laga gmbh, oder gleich die Stadt Hemer aus dem Steuertopf!
14:22
Diese Sportart wird auch in absehbarer Zeit nicht durch den Deutschen Sportbund gefördert.
Im Übrigen kann jeder in Deutschland eine Weltmeisterschaft veranstalten. Also ist der Stellenwert der vielbeschriebenen Segwayroller auch sehr gering.
Fazit: Hier ist höchstens der Verbrauch an Steuergeldern weltmeisterlich!
14:17
hier wird einfach geld verbrannt!