Große Welle der Hilfsbereitschaft

Brand am Diekgrabener Weg
Brand am Diekgrabener Weg
Foto: IKZ

Hemer..  Kinder spenden ihre Autos für den Dreijährigen Samuel und den Vierjährigen Luke, ganze Wäschekörbe voller Kleidung werden gebracht, Kindergärten haben gesammelt, viele Möbelangebote gehen ein: Eine Welle der Hilfsbereitschaft erreicht die ausgebrannten Ihmerter Familien.

Um die vielen Angebote zu koordinieren, haben Verwandte eine Facebook-Gruppe im Internet gegründet unter dem Namen „Hilfe für K’K’K“, bezogen auf die betroffenen Familiennamen Kelling, Kunz und Klose. Dort wird über den aktuellen Bedarf informiert. Eine Erstversorgung mit Bekleidung haben die drei Familien durch Spenden und über Carichic erhalten. Das Problem ist, das viel Bekleidung angeboten wird, aber oft die passenden Größen fehlen, schließlich reicht der Bedarf von der kleinen Leni (11 Monate) über Kinder- und Jugendgrößen (3, 4, 12 und 19 Jahre) bis zu Erwachsenen. Durch Geldspenden an die Hemeraner Nothilfe „Wenn’s brennt“ können direkt fehlende Sachen passend gekauft werden. Die sachgemäße Verwendung der Spendengelder kontrolliert die Nothilfe.

Koordination über Facebook

Daher wurde die Suche nach Kleiderspenden erst einmal eingestellt. „Die Familien und Freunde organisieren sich, und wir werden in den nächsten Tagen und Wochen konkrete Anfragen stellen mit Dingen, die gebraucht werden. Besonders wird es dann spannend, wenn Wohnungen gefunden sind und der Hausstand neu aufgebaut werden muss“, schreibt Familie Kunz als Koordinator. Bevor neuer Wohnraum zur Verfügung steht, können auch keine Möbel abgeholt werden. Aus Haushaltsauflösungen gibt es bereits einige Angebote. Sie alle werden derzeit gesammelt, um darauf zurückgreifen zu können, sobald Ersatzwohnungen bezogen wurden. Familie Klose ist bei Nachbarn untergekommen, weil auch die Tiere des Hofes versorgt werden müssen. Familie Kelling wird mit ihren drei Kindern eine leer stehende Ferienwohnung beziehen. Das Hemeraner Immobilienunternehmen Ingo Bals hat ebenfalls Wohnungen zur Verfügung gestellt.

Die durch Rauchgase verletzten Kinder konnten mittlerweile alle das Krankenhaus verlassen. Gestern begutachteten Statiker, Gutachter der Versicherung und die Kriminalpolizei das ausgebrannte Fachwerkhaus. Die Familien konnten kurzzeitig in ihre Wohnungen, um noch brauchbare Sachen und Dokumente herauszuholen. Inwiefern das Haus einsturzgefährdet ist, prüft noch ein Statiker.

Zur Ermittlung der Brandursache sind jetzt auch die Kinder befragt worden, in deren Zimmer das Feuer ausgebrochen war. Ein Ergebnis will die Polizei erst am Freitag mitteilen.