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Minox-Museum

Große Schau für eine kleine Kamera

24.02.2013 | 21:15 Uhr
Große Schau für eine kleine Kamera
Das erste deutsche Minox-Museum hat Reinhard Lörz an der Frönsberger Straße eröffnetFoto: Ralf Engel
Das erste deutsche Minox-Museum hat Reinhard Lörz an der Frönsberger Straße eröffnetFoto: Ralf Engel

Hemer. Es ist eine ganz große Schau für eine der kleinsten Kameras: Neu-Hemeraner Reinhard Lörz hat in seinem Haus an der Frönsberger Straße Deutschlands erstes reines Minox-Museum eröffnet. Drangvolle Enge herrschte am ersten Ausstellungstag.

Über 100 Kameras

„Es ist unglaublich, was sie hier zusammengetragen haben. Ihr Museum trägt dazu bei, dass Hemer schon wieder bekannter wird“, zeigte sich Vizebürgermeister Bernhard Camminadi begeistert. Lob gab es auch vom Vorsitzenden des Deutschen Minox-Clubs. „Auf Dauer wird dein Museum nicht zu übertrumpfen sein“, sagte Hubert Heckmann. Selbst Unternehmensvertreter aus Wetzlar reisten an, um zu gratulieren: „Wir freuen uns, dass es engagierte Menschen gibt, die die Tradition weiterleben lassen“. Minox stehe für Optik, Mechanik bei Höchstpräzision auf kleinstem Raum.

Das wird in der Ausstellung auf 70 Quadratmetern besonders deutlich. Seit 1993 hat Reinhard Lörz die Kleinstbildkameras des baltendeutschen Firmengründers Walter Zapp gesammelt. Im Jahr 2000 lernte er den Firmengründer persönlich kennen. Eine signierte Kamera hat für den 56-Jährigen besonderen Erinnerungswert.

Reinhard Lörz hat in den 20 Jahren alles gesammelt, was mit Minox in Verbindung steht. Dazu gehören vor allem die über 100 Kameras, aber auch Werbeartikel wie Plakate oder Kugelschreiber, ein Ausstellungsmodell der Photokina, Originalfotos oder Microfilm-Lesergeräte. Wenn der Sammler durch seine Ausstellung führt, dann wird die Leidenschaft spürbar. In vielen Kameras steckt lebendige Geschichte, die er spannend zu vermitteln weiß.

Das erste deutsche Minox-Museum hat Reinhard Lörz an der Frönsberger Straße eröffnetFoto: Ralf Engel

„Die Kamera war berühmt-berüchtigt für die Spionage“, berichtet er. So ist die Spionagekamera des Bundesnachrichtendienstes, oder der Bestellzettel der CIA zu sehen. Die Filme wurden in Rasierpinseln oder Streichholzschachteln versteckt.

Besucher willkommen

Um ein historisches Foto und eine Zeitschaltuhr für den Laborvergrößerer wurde die Ausstellung gestern ergänzt. „Ein schöner Tag“, freute sich der Sammler über die große Resonanz.

Besucher sind in dem Privatmuseum herzlich willkommen. Führungen können unter 02372 - 8440935 oder per Email an reinhard.loerz@arcor.de vereinbart werden.

Ralf Engel



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