Großartiges Projekt in Sundwig

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Hemer..  Eine Kirche bekommt Besuch, von verschiedenen Menschen zu verschiedenen Zeiten. Sie alle erfahren den selben Ort, und trotzdem nimmt ihn jeder auf seine eigene Weise wahr. Stoff, der für ein Musical wie geschaffen ist. Auch wenn die Idee an sich simpel klingt: „Hinter der Geschichte steckt ein längerer und sehr spannender Prozess“, erklärte Pastor Hövelmann am Freitagabend bei der ersten großen Probe zu „Heiter bis göttlich“ in der Christuskirche.

Entstanden sei das Projekt aus dem Mitarbeiterteam der Gemeinde heraus. „Wir wollten alle zusammen etwas machen“, so Hövelmann. Die einzelnen Gruppen seien ja sonst eher unter sich. In den letzten Monaten wurde das Stück ausgearbeitet und soll nun ein krönender Abschluss des Jubiläumsjahres der Christuskirche sein.

Mehrere Generationen sind eingebunden

Neben der Geschichte darf natürlich auch die passende Musik bei einem Musical nicht fehlen. Für die neuen Kompositionen, die bekannte Melodien mit Kirchenliedern mischen, zeichnen die ehemalige Organistin der Christuskirche Gisela Braun-Gonsior und ihre Mitarbeiterin Monika Leder-Bals verantwortlich. Live werden die Akteure von der Organistin Meike Pape begleitet.

Insgesamt sind generationsübergreifend mehr als 60 Personen an der Aufführung beteiligt, sei es auf oder hinter der Bühne. Die Spanne reicht von den Jüngsten aus dem Familienzentrum Stüps über Grundschulkinder, Jungscharen und Konfirmanden, bis zu den 20, 40 und 60+-Gruppen der Gemeinde. Sie alle behandeln Themen wie Liebe, Mobbing oder Lebensmüdigkeit. Kirche macht nämlich nicht nur müde, sondern auch lebendig und bunt, wie die Seniorengruppe weiß. Sie waren sofort Feuer und Flamme für das Musical, haben sogar ihre eigenen Kostüme genäht: „Es hat uns alle ein Stück nähergebracht. Es ist schon jetzt ein großartiges Projekt“, betont Diakoniepresbyterin Ursula Schulz. Bei den Kindergruppen wurde zudem viel Wert darauf gelegt, die persönlichen Vorschläge der Kleinen mit einfließen zu lassen, erklärte die Gemeindeschwester Barbara Freitag.

In den kommenden Wochen wird nun weiterhin fleißig geprobt und am Bühnenbild gearbeitet, bis am Sonntag, 25. Januar, um 16 Uhr die große Aufführung ansteht. Der Eintritt ist frei.