Grohe liefert ab 2016 komplette Badezimmer

Thomas Hänsel (SIHK), Thomas Fuhr (Grohe), MdL Inge Blask, Grohe -Chef Michael Rauterkus, Dr. Benedikt Laackman (Betriebsleiter Hemer), Michael Mager (Grohe), Andreas Lux (SIHK) und Bürgermeister Michael Esken
Thomas Hänsel (SIHK), Thomas Fuhr (Grohe), MdL Inge Blask, Grohe -Chef Michael Rauterkus, Dr. Benedikt Laackman (Betriebsleiter Hemer), Michael Mager (Grohe), Andreas Lux (SIHK) und Bürgermeister Michael Esken
Foto: IKZ

Hemer..  Was in Asien schon jetzt möglich ist, wird auch in Deutschland kommen. Ab dem ersten Quartal 2016 liefert die Firma Grohe komplette Badezimmer. „Man muss sich immer weiter entwickeln. Stillstand darf nicht sein“, sagt Grohe-Chef Michael Rauterkus beim „Round-Table“-Gespräch gestern im Hemeraner Werk im Industriegebiet Edelburg.

Der Nachfolger von David Haines stellte zusammen mit dem Hemeraner Betriebsleiter Dr. Benedikt Laackman die aktuelle Situation des Unternehmens vor. Grohe wurde im vergangenen Jahr von der Lixil Water Technolgy (LWT) übernommen. Der japanische Großkonzern vereinigt nun die Marken American Standard (USA), Joyou (China), Lixil/Inax (Japan) und Grohe. Die neuen Möglichkeiten, die sich dadurch ergeben, sind vielseitig und bedeuten für den Kunden zum Beispiel, dass Grohe nun zu einem Komplettausstatter für Badezimmer wird und ihnen eine Rundumlösung geboten wird. „Lixil hat 15 Fabriken, die Keramik herstellen“, so Rauterkus, der gestern sagte, dass es schon immer sein Traum gewesen sei, Komplettlösungen anzubieten. Rauterkus gehört seit 2006 zum Unternehmen Grohe.

Grohe setzt alles daran, die erfolgreiche Wachstumsstrategie fortzusetzen. Mit hervorragenden Ergebnissen aus dem Geschäftsjahr 2014 ist man schon jetzt gut aufgestellt. Das Wachstum der Grohe-Group setzt sich nach vorläufigen Zahlen mit 1,58 Milliarden Euro Konzernumsatz nach 1,45 Milliarden Euro im Jahr 2013 in allen Regionen mit einem Plus von insgesamt neun Prozent fort. „Die Gruppe ist im vergangenen Jahr dreimal so stark gewachsen wie der Markt“, freut sich Michael Rauterkus, der eines immer wieder betont: „Wir haben eine super Mannschaft“.

Artikel aus dem großen Grohe-Sortiment bekommt man mittlerweile auf 150 Märkten. In Hemer, Porta Westfalica und Lahr stehen die deutschen Werke. Kunden schätzen das Gütesiegel „Made in Germany“, und das soll laut Rauterkus auch so bleiben. Kunden verbinden damit herausragende Ingenieurleistung und einzigartige Innovationskraft, heißt es von Grohe. Daher haben die deutschen Wurzeln eine besondere Bedeutung. Im internationalen Grohe-Fertigungsverbund setzt Deutschland den Qualitätsstandard für alle Grohe- Werke.

Standort Hemer gilt als Kompetenzzentrum

Am Standort Hemer sind zurzeit rund 1100 Mitarbeiter beschäftigt, davon unter anderem rund 550 Mitarbeiter im Werk Hemer, 113 Mitarbeiter im Forschungs- und Entwicklungszentrum und 155 im Logistikzentrum. Das Werk Hemer gilt das Kompetenzzentrum für hochwertige Sanitärarmaturen aus Messing. Rund 2,1 Millionen Produkte werden in Hemer jährlich hergestellt

Aktuell wächst die Produktgruppe der elektronisch gesteuerten Armaturen am rasantesten. Alle Produkte in Hemer durchlaufen die gesamte Wertschöpfungskette, das heißt die Produktion der Armaturengehäuse vom Messingguss bis zur Endmontage. Nur Kleinteile werden zugekauft. Zudem nimmt das Werk Hemer im Produktionsverbund einen wichtigen Stellenwert ein, da es alle Fertigungsstätten mit den Kartuschen, den Steuerelementen für Einhandmischer, versorgt.

Dr. Benedikt Laackman, Betriebsleiter in Hemer, berichtete, dass man in ein neues Bearbeitungszentrum – eine automatisierte Werkzeugmaschine sowie ein Blockheizkraftwerk – investiere. Diese Anlage dient der nachhaltigen Gewinnung von elektrischer Energie bei gleichzeitiger Nutzung der Abwärme für den Eigengebrauch, wodurch sich CO2-Einsparungen ergeben.

Eine wichtige Rolle spielen die 22 jungen Leute, die am Standort Hemer in zehn verschiedenen Berufen ausgebildet werden. Diese fördert Grohe unter anderem mit dem Vertriebspraktikum „Azubi on Tour“ einem Förderbudget für Qualifizierungen und Weiterbildungen nach der Ausbildung, Auslandspraktika bei Bachelor-Ausbildungsgängen sowie einem Förderprogramm für Nachwuchsführungskräfte.