„Goldener Blick“ ein beliebtes Fotomotiv
12.05.2010 | 14:16 Uhr 2010-05-12T14:16:00+0200
Hemer. (treu) Dass „das Ding“ funktioniert, war allen Beteiligten eigentlich schon am Eröffnungstag klar, denn nicht wenige Menschen machten wie selbstverständlich auf Anhieb das, was sie sollten: Sie warfen einen Blick durch den „Goldenen Blick“ - und bekamen gleich einen ganz anderen Blickwinkel.
Die Rede ist von einem gediegenen Aktions-Kunstwerk, das aus der Werkstatt des Warendorfer Gestaltungs-Freigeistes Winfried Totzek stammt, und das er auf Wunsch der Heimatzeitung angefertigt und auf die Landesgartenschau gebracht hat.
Über Winfried Totzek wird in den folgenden Wochen noch mehrfach zu berichten sein, denn unweit des Jübergturms präsentiert der umtriebige Psycho-Orthopäde im Ruhestand seine hintersinnigen bildhauerischen Arbeiten. Verraten sei schon jetzt, dass sich Totzek niemals damit zufrieden gibt, etwas zu schaffen, das einfach nur schön aussieht. Totzek erzählt vielmehr Geschichten, die er dem Leben abgeschaut hat. Meist mit leicht satirischem, wenn nicht sarkastischem Unterton.Doch davon später mehr.
Zurück zum „Goldenen Blick“. Bürgermeister Michael Esken und LGS-Kunst-Chef Martin Hoffmann waren gleich angetan von der Idee, eine Art „Wander-Blick“ auf der Landesgartenschau einzurichten.
Und so werden die Besucher im Laufe der Schau an verschiedenen, sorgsam ausgewählten Stellen immer wieder Möglichkeit eines ungewöhnlichen „Durchblicks“ haben. Und sie werden erkennen, dass sich die LGS-Welt im Ausschnitt des golden leuchtenden Rahmens ganz anders präsentiert als in der „Vollversion“.
Totzek zieht übrigens auch den Vergleich mit der Zeitung, dargestellt durch einen kleinen, silbrigen Leser im Innern des Blicks. Winfried Totzek: „Auch eine Zeitung setzt doch die Welt aus vielen Einzelbildern zusammen. Und oft hilft sie auch, sich auf einen wesentlichen Punkt zu konzentrieren.
12:57
Goldener Blick erinnert mich an ein Kunstwerk aus Kassel. Dort steht ein überdemensionaler Stahlrahmen von Rusche u. Co. und lässt den Besucher in die Richtung der Karlsaue blicken.