Gesund, ausgewogen und lecker muss es sein

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Hemer..  Gesund soll es sein, abwechslungsreich und dabei möglichst gut schmecken. Und das Optische und der Geruch spielen durchaus auch eine Rolle. Das Essen in den Kindertageseinrichtungen und Familienzentren der Stadt Hemer ist Thema eines Antrags der SPD. Die Sozialdemokraten haben die Verwaltung gebeten, zu überprüfen, ob die derzeitige Verpflegung in den Kindergärten und Familienzentren dem Qualitätsstandard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung in den Tageseinrichtungen für Kinder (DGE) entspricht. Durch die DGE werden Kindergärten bei der Umsetzung eines vollwertigen und gleichzeitig attraktiven Speisenangebots unterstützt.

Bei 45 Stunden Betreuung ist tägliches Mittagessen Pflicht

Die Kindertagesstätten regeln selbst, wie sie ihre Mittagsverpflegung gestalten. In den städtischen Einrichtungen ist die Teilnahme am warmen Mittagessen bei Kindern, die in der Woche 45 Stunden betreut werden, Pflicht. Jungen und Mädchen, die 35 Stunden betreut werden, bringen gewöhnlich einen Mittagssnack von zu Hause mit. In den städtischen Einrichtungen setzt man auf die 500 tiefgekühlten Menükomponenten des Ernährungskonzeptes „Junior Vita“ der Firma Apetito. Auf Geschmacksverstärker, Würze, Farbstoffe und Süßungsmittel wird komplett verzichtet. Bedürfnisse von Vegetariern oder Allergikern können berücksichtigt werden. Im Kindergarten St. Peter und Paul werden die Kinder ebenfalls von Apetito versorgt.

Auch in den Einrichtungen der Arbeiterwohlfahrt entspricht das Angebot dem Qualitätsstandard der DGE. Wünsche von muslimischen Familien wird nachgekommen, genauso wie dem Wunsch nach vegetarischer Küche. Großen Wert legt man bei der AWo darauf, dass täglich frisches Gemüse oder Obst angeboten wird. Auch in den evangelischen Kindertageseinrichtungen entspricht die Verpflegung den Standards der DGE.

„Man muss da durchaus selbstkritisch sein“, sagte Heike Amrhein, bei der Stadt Hemer zuständig für die Kindertageseinrichtungen. Die städtischen Einrichtungen hätten anfangs unterschiedliche Verpflegungen, doch erst nach der Umstellung seien alle zufrieden gewesen. Elke Bienert-Nolte gab offen zu, dass die Diskussion und die Standards bei der Mittagsverpflegung sie sauer mache. Angetan sind alle allerdings angesichts einer Informationsveranstaltung zum Thema Mittagsverpflegung, die auf den Weg gebracht werden soll.